Mein längster Lauf – 5 Jahre und 53 Paar Schuhe

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Es ist mir fast peinlich zuzugeben, dass ich fast jedes Wochenende faul auf meiner Wohnzimmercouch verbringe, in die Tasten meines Computers hacke und mich ansonsten nicht wirklich bewege.

Man kann sich einreden, dass das normal ist, wenn man einen Vollzeitjob hat und auch sonst noch Hobbies nachgeht. Da ist es schließlich ganz verständlich, dass man am Wochenende einfach mal die Füße hochlegen möchte.

Eigentlich habe ich mich damit auch ganz wohl gefühlt, bis mir das Buch von Rosie Swale Pope in die Hände gefallen ist. Im Vergleich zu ihr lebt der Durchschnittsdeutsche ja quasi schon bettlägrig.

 

Mein längster Lauf – 5 Jahre, 53 Paar Schuhe und 29 Heiratsanträge

Rosie ist erst 56 als ihr Ehemann an Prostatakrebs verstirbt. Leider wurde die Krankheit zu spät erkannt und ihm konnte nicht mehr geholfen werden.

Um mehr Menschen dazu zu bewegen sich regelmäßig untersuchen zu lassen, damit man potentielle Krebserkrankungen oder auch andere Krankheiten eher  entdeckt, beschließt Rosie etwas Großes zu tun.

Etwas das viele Menschen auf der Welt erreicht.

Etwas das nicht so schnell vergessen wird.

 

Rosie beschließt um die Welt zu laufen.

 

Von ihrem zu Hause in Wales soll es über Europa, Russland, die Behringsee und Alaska auf den nordamerikanischen Kontinent gehen.

Hier durchläuft sie die USA und Kanada um dann über Island wieder zurück nach Großbritannien zu kommen, um direkt vor ihrer Haustür in Tenby, Wales zu enden.

 

Rosies Start ins Ungewisse

 

Nach einem guten Jahr Planung geht es für Rosie los. In aller Stille und fast unbemerkt startet sie aus ihrem Heimatort Tenby.

Mit einem Rucksack ausgestattet trägt sie ihre gesamte Ausrüstung auf jedem Kilometer mit sich.

Um die Kosten gering zu halten und möglichst viele Personen zu erreichen, übernachtet sie immer im Freien und ist auf die Unterstützung von Anwohnern und ihrer Familie angewiesen.

Nach und nach erfahren immer mehr Leute von ihrem Vorhaben, so dass sie auch professionelle Unterstützung erhält, die auch bitter nötig ist, als sie in Sibrieren ankommt und die Temperaturen auf über Minus 30° C fallen.

Da ihr Gepäck immer schwerer wird steigt sie auf einen Buggy um, den sie hinter sich her ziehen kann.

 

In diesem Video erzählt Rosie von ihren Erfahrunge auf der Strecke.

 

 

Mit wenig glücklich sein

 

Insgesamt dauert Rosies Reise 5 Jahre und beim Lesen ihres Buches habe ich vor vor allem eines gelernt.

Es ist wahnsinnig beeindruckend, mit wie wenig Menschen glücklich sein können.

Dabei ist es nicht Rosie, die mich so beeindruckt, obwohl sie hier natürlich eine goßartige Leistung erbracht hat, sondern vor allem die Menschen, die sie unterwegs trifft und die ihr fast alle sehr hilfsbereit gegenüber treten, auch wenn sie selbst nur wenig haben.

Ohne manchen dieser Menschen in Russland und Alaska, wäre diese Reise nicht möglich gewesen.Unzählige Einwohner unterstützen sie an und auf der Strecke.

Als Rosie in Alaska eine Erfrierung an ihrem Fuß erleidet und nicht mehr weiterlaufen kann, wird sie von einem Rettungsteam geborgen, welche dann nichtmal den Einsatz in Rechnung stellen, als sie erfahren wieso Rosie unterwegs ist.

 

Man ist nur so alt wie man sich fühlt

 

Als Rosie 32 Meilen vor ihrem Ziel und Ausgangsort Tenby mit 2 Ermüdungsbrüchen in ihrer Hüfte in ein Kankenhaus eingeliefert wird, scheint ihre Reise so gut wie beendet.

Doch nach 36.000 Kilometern sieht sie es gar nicht ein, ihr Ziel nicht laufend zu erreichen, so dass sie kurzerhand auf Krücken umsteigt.

 

Während des gesamten Buches musste ich mir ständig vor Augen führen, dass Rosie mit ihren guten 60 Jahren schon doppelt so alt ist wie ich.

Sie meistert wahnsinnig gefährliche Situationen, wird in einem Bach bewusstlos, von einem Bus angefahren und in der sibirischen Tundra von einem Mann mit einer Waffe angegriffen.

Doch sie lässt sich durch nichts von ihrem Ziel abbringen.

 

Rosies aktuelle Abenteuer

 

2008 ist Rosie von ihrer Weltumrundung nach Hause gekommen. Seidem hat das Laufen sie nicht mehr losgelassen.

In ihrem letzten Abenteuer ist Rosie durch einmal quer durch Amerika gelaufen.

2 Jahre hat die inzwischen 70-jährige Powerfrau dafür gebraucht gebraucht.

 

Lass dich beeindrucken

 

Wenn du Rosies Geschichte genauso spannend findest wie ich und mehr über den Busunfall wissen möchtest du wieso sich daraus eine wunderschöne Freundschaft ergab, kanns du hier auf meinem Blog 1 Exemplar des Buches gewinnen.

Insgesamt darf ich 5 Bücher verlosen.

Um zu gewinnen musst du nur diesen Beitrag kommentieren und mir sagen wohin du gern einmal laufen würdest.

Ich werde die Gewinner am 09.07. auf der Facebookseite bekannt geben.

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15 Responses

  1. Vasco
    | Antworten

    Ich würde gern den New York oder Boston Marathon laufen

  2. Raphaela
    | Antworten

    Route 66 oder ist das blöd?

  3. Nina
    | Antworten

    Ziel für 2020: Das Finishen eines dreitägigen Etappenlaufs auf Sardinien ? ?? ? ? bis dahin werden daheim so viele Kilometer und Höhenmeter wie möglich gesammelt. Zur mentalen Vorbereitung, oder auch einfach zum Bewundern, liefert das Buch sicher die optimale Grundlage ? ?

    • Mietze
      | Antworten

      Hallo Nina, du hast gewonnen. Du hast gleich eine E-Mail von mir im Postkasten:-)

  4. Sven
    | Antworten

    Toller Bericht. Ich laufe zur Zeit viel HM. Marathon reizt mich so garnicht. Irgendwann möchte ich Mal einen Ultra laufen. Erstes Ziel wäre wahrscheinlich der Rennsteiglauf.

  5. Elvira
    | Antworten

    Ich würde gerne den Marathon des Sables in Marokko laufen ?

  6. Ute
    | Antworten

    … das sind die Menschen, die einen inspirieren und bei auftauchenden Zweifeln bestätigen. Ich werde im kommenden Jahr in 10 Tagen von Berlin nach Herford zu meinen Eltern laufen. Etwa 350 km. Die Idee habe ich seit knapp zwei Jahren, Himmelfahrt geht es los und die erste Unterkunft ist schon gebucht. ?‍♀️?

    • Mietze
      | Antworten

      Hallo Ute, du hast gewonnen. Du hast gleich eine E-Mail von mir im Postkasten:-)

  7. Yvonne
    | Antworten

    Ich würde gerne immer an der Küste lang laufen, von Deutschland nach Frankreich, Spanien, Portugal, Italien usw. Europa an der Küste umrunden.

  8. Lucas S.
    | Antworten

    Hi, toller Bericht. Da wird man glatt neugierig. Ich möchte unbedingt in die Nationalparks und andere touristisch ausgebauten Gebieten, durch die unter anderen der Pacific Crest Trail verläuft.

    Der Pacific Crest Trail ist neben dem Appalachian Trail und dem Continental Divide Trail einer der sogenannten Triple-Crown-Wege. Mein Traum: Ich möchte in meinem Leben alle 3 einmal laufend wandern ?

    • Mietze
      | Antworten

      Hallo Lucas, du hast gewonnen. Du hast gleich eine E-Mail von mir im Postkasten:-)

  9. Mandy Döring
    | Antworten

    Ich möchte gerne mal den Ultra von Costa Rica ?? nach Panama ?? laufen

  10. Claudia
    | Antworten

    Ich würde gerne den PCT (Pacific Crest Trail) bewältigen oder den AZT! Aber zurzeit geht das leider nicht. Hoffentlich bin ich im Alter noch so fit wie Rosie und kann meinen Traum dann verwirklichen! ?
    Sehr gerne würde ich das Buch von Rosie lesen!

    • Mietze
      | Antworten

      Hallo Claudia, du hast gewonnen. Du hast gleich eine E-Mail von mir im Postkasten:-)

  11. Julia
    | Antworten

    Ich würde gerne Mal in den hohen Bergen laufen z.b. Zugspitz Ultra oder Transalpine Run. Dazu bräuchte ich auf jeden Fall aber mehr Motivation zum Training wie jetzt. Vielleicht hilft das Buch ja?

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