Niagara Falls Marathon

10 Kilometer am Ufer der Niagarafälle

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Eieiei, was eigentlich das Jahreshighlight werden sollte, entwickelte sich doch ganz anders als gedacht. Hier haben wir ja schon von Rehspecks Marathon in Chicago berichtet. Da war noch alles gut.

Schon vor dem Urlaub war ja klar, dass ich wegen meines Fußes nicht die volle Marathondistanz beim Niagara Falls Marathon laufen würde, aber die restlichen 2 Wochen des Urlaubs wollte ich wenigstens genießen. Leider erwischte ich eine kanadische Grippe….Ja so eine echte Grippe…. Na ja 4 Wochen später, fange ich jetzt langsam wieder mit Sport an und das nachdem ich gut 2.5 Wochen wirklich flach gelegen habe…

ABER den Bericht zum Niagara Falls Lauf bin ich euch noch schuldig:-)

Es muss nicht immer der Marathon sein

Der Tag der Tage kam immer näher und ich entschied mich auf die 10 Kilometer Distanz herunter zu melden. Ein Halbmarathon schien mir nach 3 Monaten völliger Laufpause utopisch, auch wenn einige Freunde sagten, ich würde das sicher schaffen. Aber man sollte doch immer hinterfragen, wie man sowas schafft und nicht nur ob. Da mein Fuß sowieso nicht ausgeheilt ist und auch nach langen Gehtagen wehtut, wären 5 Kilometer wahrscheinlich die schlauste Option gewesen, aber damit wollte ich mich dann doch nicht zufrieden geben.

So stand ich also am Sonntag mit gefühlt 200?! anderen Läufern an einer Mini Startlinie in der Mitte von Nirgendwo und wartete darauf endlich loslaufen zu können. Zeitziele hatte ich überhaupt keine. Durchlaufen und ohne Gehpausen, Tempo egal! Das war es was ich wollte 😀

Locker trabte ich nach dem Startschuss los….neenee es gab keinen Startschuß. Ein Mann zählte einfach runter und los ging es:-) Ich lief mit der Masse Richtung Süden und von den Niagarafällen weg. Flo hatte ich direkt am Start aus den Augen verloren. Er wollte etwas weiter vorn starten und hoffte aufs Podium zu laufen.

Ich trabte also vor mich hin mit der Musik von Pentatonix im Ohr und die Kilometer flogen langsam vorbei. Bei Kilometer 4 war der Wendepunkt.Von hier ging es wieder Richtung Norden, auf die Niagarafälle zu. Die Strecke war ziemlich langweilig und auch schlecht asphaltiert. Da war ich doch glatt froh nicht über die Königsdistanz gestartet zu sein

Wasser ohne Ende

Eines kann man den Amerikanern definitiv nicht vorwerfen und das ist eine schlechte Streckenverpflegung. Ganze 3 Verpflegungspunkte gab es auf der 10km Strecke. Hier konnte man auch noch zwischen Wasser und Iso wählen. Wer hungrig war, konnte sich sogar mit Bananen und Orangen stärken.

Die Verpflegungspunkte wurden allesamt von Schulkindern gemanaged und das hat zumindest für mich als Läufer tadellos funktioniert. Die Stimmung an den Punkten war klasse und ich bekam immer genug Wasser.

Das Ziel ist in Sicht

Bei Kilometer 8 passierten wir den Startpunkt des Laufes und so langsam kamen die ersten Stromschnellen der Niagarafälle in Sicht. Der Niagara River lag die gesamte Zeit neben der Laufstrecke und so konnte man sich gut orientieren. Auf dem letzten Kilometer war dann auch ein deutlicher Höhenmeterunterschied zu spüren. Gut 20 Meter ging es hier abwärts und so wurde ich sogar noch etwas schneller.

Nach 1.01.28 überquerte ich die Ziellinie und wurde damit 11. in meiner AK und beste Deutsche 🙂 Nicht schwierig, wenn man die Einzige ist, aber trotzdem ein nettes Gefühl.

Die Medaille ist wie immer in den USA super schön und auch die Zielverpflegung war völlig in Ordnung. Es gab Wasser, Banane und Schokomilch. Witzigerweise hätte sich auch einen Bagel schmieren können. Es gab Bagels, Plastebesteck und abgepackte Marmelade sowie Erdnussbutter:-)

Wir wollten direkt nach dem Zieleinlauf zurück ins Hotel um noch zu frühstücken, daher verzichteten wir und machten uns auf den Weg.

Fazit

Der Niagara Falls Marathon ist ein gut organisiertes Event. Allein auf der 10k Strecke gab es drei Wasserpunkte,  beim HM und M je einen pro Meile mit Iso und Wasser. Die Straße auf der gelaufen wird, ist leider schon etwas fertig mit der Welt, daher muss man gut aufpassen wohin man seine Füße setzt. Das stell ich mir beim Marathon nach einer gewissen Strecke ziemlich anstrengend vor.

Es gab ein paar Leute die an der Strecke standen und angefeuert haben, die haben auch wirklich gute Stimmung gemacht. Ansonsten kann man den Lauf aber natürlich nicht mit einem großten Stadtmarathon vergleichen.

Jeder Starter bekommt übrigens ein Raceshirt und eine Medaille unabhängig von der Distanz. Einen Shuttle zum Startpunkt gibt es allerdings nur für die Halbmarathonis und Marathonis, sowie auch eine Kleiderabgabe. Da könnte noch optimiert werden.

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Key Account Manager

11 x Marathon Finisher,Immer und überall Läufer. 2:57h Marathon PB. Läuft 2018 in Valencia, Berlin, Kopenhagen. Running the Six: Berlin,Boston,Chicago ✔ NYC,LDN,TKY to be done.

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