Die Saison 2017 – Wenn das Ende die Erinnerung trübt

Die Saison 2017 – Wenn das Ende die Erinnerung trübt

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Draussen fallen die Blätter von den Bäumen, es ist früh dunkel und das Wettkampfjahr 2017 ist vorbei. Es war eine Saison mit einigen Ups und Downs und einem Ende, dass ich mir eigentlich anders gewünscht hatte.

Aber mal zu den aktuellen Fakten:

  • Gelaufene Rennen: 10
  • Marathons: 2
  • Halbmarathons: 3
  • 10 Kilometer: 4
  • PB: 0
  • Jahreskilometer: 2600 (Stand 1.Nov)

Ich bin in diesem Jahr bewusst weniger Rennen gelaufen, einerseits weil ich mich wirklich auf die Key Races fokussieren wollte und andererseits weil vieles auch vom Termin nicht gepasst hat. Dadurch wollte ich meinem Körper genug Zeit für die Regeneration geben um an den Saisonhighlights wirklich am Punkt da zu sein.

 

Highlights

Ganz klar der Marathon in Triest und der Polimi Run in Mailand im Mai, der Mercedes Benz Halbmarathon im September in Berlin und irgendwie auch der Marathon in Chicago. Der Marathon in Triest war nach zwei nicht so glücklich verlaufenen Marathons in Boston und Florenz im Jahre 2016 die Probe für mich ob ich es noch kann. Ich hatte das Rennen ausgewählt, weil es eigentlich ein 21 Kilometer langer Downhill Course war, der dann die letzte Hälfte flach nach Triest ging und damit ideal war um sich wieder Selbstvertrauen zu holen. Dann wurde die Strecke geändert und statt Downhill ging es bis Kilometer 21 direkt in die Berge und ca 260 Höhenmeter hoch. Doch der Renntag lief super, es wurde glücklicherweise erst warm als ich schon bei Kilometer 34 war und am Ende war ich mit ’ner 3:04:39h auf dieser schwierigen Strecke sehr zufrieden.

Der Polimi Run in Mailand über 10k war meine erster „Wandertag“ mit den Adidas Runners und es waren drei tolle Tage in Mailand. Alles war gut organisiert, ich war in meinem Lieblingsland und habe dort viele neue Leute kennen gelernt. Dazu konnte ich nochmal eine gute 10er Zeit laufen und natürlich die kulinarischen Highlights des Landes genießen.

Der Mercedes Benz Halbmarathon war eine etwas andere Geschichte, da er der Testhalbmarathon für den Chicago Marathon war. Ich fühlte mich nicht wirklich toll,als ich am Start stand und hatte im Rennen auch zu kämpfen. Aber ich hatte beschlossen nicht auf die Uhr zu schauen und nach Gefühl zu laufen und finishte am Ende mit 1:25:04h nur 7s über meiner PB.

Der Chicago Marathon war eines der Highlights, auch wenn das Ergebnis einfach nur enttäuschend war. Die Stimmung bei den World Marathon Majors ist unvergleichlich und wenn ihr bisher „nur“ Berlin kennt, dann verdoppelt die Menschenmassen und multipliziert das mit dem amerikanischen Enthusiasmus und ihr habt eine grobe Ahnung was euch erwartet. Es war toll organisiert, die Strecke schnell, auch wenn sie etwas viel dreht und eigentlich hat alles gestimmt – nur mein Ergebnis nicht.

 

 

Lowlights und Schlüsse

Obwohl der Chicago Marathon mehr durch Fremdeinwirkung als durch mein Verschulden in die Bimsen ging, habe ich länger überlegt, ob ich 2018 in der ersten Saisonhälfte auf den Marathon verzichten soll. Ich hab beschlossen nächstes Jahr wieder zwei Marathons zu laufen und im Frühjahr in Kopenhagen über die volle Distanz an den Start zu gehen.

Die Form hinten raus bei den Marathons ist eines der Bereiche, die ich definitiv verbessern muss. Ich war nie der Sprinter und funktioniere eher wie ein Diesel, der je länger die Distanz wird besser funktioniert. Aber in diesem Jahr habe ich sowohl beim guten Marathon in Triest als auch beim Quälen in Chicago ab Kilometer 30 gemerkt, dass es bei Weitem nicht mehr so einfach geht wie die Jahre davor. Klar, ich werde nicht jünger, aber hier muss ich definitiv nach Ursachen forschen und sehen wie sich das beheben lässt.

Blackroll
Blackroll

Core, Stretch und Mobility: Ähnlicher Punkt wie oben…ich werde nicht jünger. Und trotz allen Bemühens, muss ich mehr für meine Stabilität und Balance machen. Ich war in diesem Jahr mehrmals bei den Kursen in der Runbase Berlin und ich möchte und werde dies weiter verfolgen. Denn wie die Trainerin dort treffend sagte: „Wenn man dich sieht würde man echt nicht glauben wie schnell du bist 😀 „.

Trainingsplan: Ich habe bisher immer sehr gut nach den Plänen von Runners World trainiert aber ich denke, dass ich auch hier im nächsten Jahr etwas anderes probieren möchte um neue Reize zu setzen. Da ich denke, dass mein Highlight auch 2018 eher am Ende des Jahres liegen wird (*zwinker-zwinker*) wird der Frühjahrsmarathon der Testballon für weitere Wettkämpfe.

Medaillien 2017
Medaillien 2017

 

Wie war euer Wettkampfjahr 2017? Habt ihr euch für 2018 etwas vorgenommen? Und wenn ja, was steht auf eurer Wettkampfliste?

Verfolgen Rehspeck:

Key Account Manager

Immer und überall Läufer. 2:57h Marathon PB.
10x Marathon, 16x Halbmarathon.
Running the Six: Berlin,Boston,Chicago ✔ NYC,LDN,TKY to be done
Liebt auch Trails und das Gelände.
Läuft 2017 in Hannover, Triest, Mailand, Hessen, Berlin und Chicago

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