Ich…das Motivationswunder? Womens Run 2017

Ich…das Motivationswunder? Womens Run 2017

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Motivationswunder und ich? Das sind zwei totale Gegensätze…

Meine Kollegen bezeichnen mich aktuell als wochenenddepressiv, da ich nicht wirklich aus dem Bett komme und den ganzen Tag einfach nur netflixe und riesen Portionen Ben & Jerrys verputze.

Die letzten Wochen

Nach meinem tollen Halbmarathon in Triest, hat mich erstmal eine miese Erkältung erwischt. Wieder halbwegs hergestellt, wollte mein Fuß auf einmal nicht mehr so wie ich. Bei jeder Bewegung tat er weh. Egal ob drehen, auftreten oder schief anstarren…alles fand er ziemlich komisch.

In Triest bin ich mitten im Halbmarathon umgeknickt, hab dem aber nicht viel Bedeutung beigemessen, da ich nichts gemerkt habe und sowieso unter ordentlich Adrenalin stand. In Berlin hat der Fuß dann aber aufgemuckt und so musste ich erstmal eine Pause einlegen. Aus meinen 60 Wochenkilometern wurden ganz schnell 0 und so verflüchtigte sich meine gute Frühjahrsform wieder ins Nichts…

Der Lauf der keiner war

Mein Geburtstagsgeschenk: Ein Wochenende beim Brüder Grimm Lauf, fiel aus, da ich zwar wieder laufen konnte, mir es aber nicht zutraute nach einer so langen Pause 5 Etappen in 3 Tagen mit insgesamt 83 Kilometern zu laufen.

30 bin ich trotzdem, auch ohne Brüder Grimm Lauf, geworden und kann euch erzählen. Man fühlt sich so wie vorher!

Nach meinem Geburtstag habe ich wieder angefangen geregelt zu trainieren. Der Marathon in Kanada wartet und ich habe derzeit ziemlich großen Respekt davor. Aktuell wechseln sich allerdings gute mit schlechten Trainingsläufen ab und so richtig weiß ich nicht wie ich bis dahin fit werden soll. Aber wie sagt man so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt!

 

Womens Run 2017

Pünktlich zu meinem Trainingssommertief stand dieses Jahr der Womens Run an. Den wollte ich mir nicht nehmen lassen, da es eigentlich immer ein sehr schönes Event ist. Craft ist dieses Jahr als Hauptsponsor nicht mehr am Start, dafür nun die Barmer Krankenkasse, alles Andere ist allerdings beim Alten geblieben.

Ob 5 oder 10 Kilometer, Laufen oder Walken, kompetitiv oder nicht, im Runnersdress oder Kostüm, beim Womens Run findet jede sein zu Haus. Die Männer können dabei dekorativ am Streckenrand stehen und zusehen, während ihre Ladies den Olympiapark erobern. Auch dieses Jahr führte die Strecke wieder durch das Olympiastadion, welches auch für die Zuschauer geöffnet war.

Dank SCC Events durfte ich kurzfristig einen Startplatz verlosen. Mit der Gewinnerin Lisa war ich schon gegen 10 Uhr vor Ort und machte das gesamte Event Village unsicher. Wie jedes Jahr wollte ein riesiger Stapel Gutscheine eingelöst werden.

Dieses Mal musste man allerdings hart dafür arbeiten. Am Kadefungin Stand, wo man sich reichlich Intimpflegeprodukte verdienen kann, musste man auf einem Wackelbrett stehen und es möglichst stabil halten. Bei Juke und Gymondo haben wir um die Wette geplankt. Ein Gutes hatte das Ganze auf alle Fälle. Ich habe gemerkt, dass meine Stabimuskulatur sich auf Grund fehlenden Trainings nicht beleidigt zurückgezogen hat, sondern wenigstens noch ein bisschen da ist.

Die Motivationswunder sind unterwegs

Halb 1 haben wir noch schnell das Teamfoto vom Runners Point Run Club geschossen und schon ging’s los!….

Teamfoto Womens Run

Nein nicht ganz… wir brauchten fast 30 Minuten für unser Sicherheitspipi, da es leider zu wenige Toiletten im Start/Zielgebiet gab. Angefeuert von allen Mädels, die auch beim 5 Kilometerlauf an den Start gingen, waren wir 12.55 Uhr endlich dran, pinkelten in einer 5 Kilometer Race Pace (also ziemlich schnell) und flitzten dann zurück zum Runners Point Mobil um unser Gepäck abzugeben. In der Zwischenzeit war auch Rehspeck angekommen um auf meinen Rucksack aufzupassen.

Lisa im Gepäck ging’s zum Startbereich. Hier reihten wir uns hinten ein, denn es war ihr erster Wettkampf überhaupt und wir wollten einfach nur ankommen. Pünktlich fiel der Startschuss…glaub ich zumindestens, gehört habe ich nämlich nichts. Stattdessen gab es nur einen Schauer aus Seifenblasen, der über die startenden Mädels niederregnete.

Los ging’s zu Lisas erstem 5 Kilometerlauf. Erst einmal bergauf, wo schon Jessi vom Runclub und Rehspeck auf uns warteten, dann direkt ins Olympiastadion, am Herthatrainingsgelände vorbei, übers Maifeld und zurück ins Reiterstadion!

Wir liefen, wenn es uns gut ging und gingen, wenn wir außer Atem waren. Ganz entspannt kamen wir nach guten 36 Minuten im Ziel an. Eine ganz fabelhafte Leistung für Lisa.

Dazwischen wanderten unsere Gesprächsthemen von Sport, Fitness, Muskelkraft, Ernährung bis hin zum positiven Denken und der Kraft des Willens.

Wieso ich Frauenläufe ganz fabelhaft finde

Für Lisa war es der erste 5 Kilometer Lauf, für mich nur einer von vielen. Trotzdem erlebt man bei diesen Läufen wieder alle Emotionen die einen durch die eigene Läuferkarriere begleitet haben. Die Aufgeregtheit zu Beginn, die Selbstzweifel, ob man es wirklich schafft, das Gemeinschaftsgefühl unter Tausenden Gleichgesinnten zu sein und die Freude am Ende, wenn man sein Ziel erreicht hat.

Meine Wochenenddepressivität (nein, dass ist keine echte Diagnose, beschreibt meine aktuelle Wochenendgestaltung aber ganz fabelhaft) lähmt mich. Ich bin gehemmt meine Ziele zu verfolgen und lebe lieber in einer Scheinwelt, denn man kann sich ganz doll einfach die Decke über den Kopf ziehen und die Wirklichkeit ausblenden.

Doch erreicht man damit wirklich gar nichts. Ziele erreichen sich nämlich nicht von allein und trotz Zweifeln sollte man probieren alles zu tun um Dinge zu schaffen.

Wenn es dir ähnlich geht, schreibe dir mein aktuelles Lieblingszitat hinter die Ohren:

Whether you think you can or you cant, You are right – Henry Ford

Deine Mietze

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Tierärztin

... begeisterte Läuferin, Crazy Cat Lady, Fitnesstrainer, BodyPump Enthusiast und gnadenloser Kekskiller!

8 Antworten

  1. Angelina
    | Antworten

    Du hast aber auch irgendwie Verletzungspech, oder? Da geht die Motivation natürlich immer mal flöten. Aber es kommen bestimmt wieder spaßigere Zeiten!

    Mein neues Lieblingszitat ist übrigens:
    “Der beste Zeitpunkt, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren. Der zweitbeste ist jetzt.”

    Passt irgendwie auch aufs Lauftraining. 😉

    • Mietze
      | Antworten

      Hi Angelina, das stimmt, nach dem tollen Anfang dieses Jahr ist irgendwie der Wurm drin.
      Dein Zitat gefällt mir sehr gut:-)

  2. Martin
    | Antworten

    Ich muss dir was beichten: Ich habe noch nie in meinem Leben ein Ben & Jerry Eis gegessen.

    Aber ich werde es tun!

    😀

    • Mietze
      | Antworten

      ….

      ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll, außer geh los und KAUF DIR EINS!

      Eins? Was sag ich da…. Nimm besser gleich 2 Packungen:D

  3. Markus
    | Antworten

    So Phasen hat wohl jeder mal. Leider.
    Aber nach dem Regen kommt auch wieder Sonnenschein und die ersten Wolken verziehen sich ja schon bei dir! 🙂

    • Mietze
      | Antworten

      Da hast du ja so Recht.

      Mal schauen wie sich das in den nächsten Wochen entwickelt:-)

  4. Andreas
    | Antworten

    Es ist auf jeden Fall eine tolle Sache, eine/n Läufer/in beim ersten Event zu begleiten! Ich drücke dir die Daumen für deine (Wochenend-)Motivation!

    • Mietze
      | Antworten

      Ich danke dir und ja, ich finde es immer wieder toll mit anderen zu laufen:)

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