Mietze meets Foxletics

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Geile Fotos, Trail, Triathlon und Laufsport…das ist der Fuchs von Foxletics. Gerade von einem fulminante Finish beim Frankfurt Marathon heimgekehrt, hat er sich Zeit für ein paar Mietzenfragen genommen

Fox
Foxletics

Ei gude, grias di und grüß Gott – ich bin der Fuchs, äh… Jörn und bin gerade frisch in die AK30 gewechselt. Mein Lieblingsessen sind Burger und Kuchen, ich habe einen Materialfetisch und nein, mein Name hat nichts mit einem buschigen Schwanz zutun. Nun aber genug der Anspielungen und ran an die Fragen!

Zwischen Trail, Asphalt und Triathlon zu Hause, bist du ein sehr vielseitiger Athlet
und Blogger. An wen wendet sich dein Blog und warum bloggst du überhaupt?

In meiner Brust schlagen tatsächlich zwei Herzen: das eines Trailrunners und das eines Triathleten bzw. Straßenläufers. Und ich bin nicht alleine! Denn in Zeiten, in denen Trailrunning immer populärer wird, entdecken auch viele Asphaltjunkies das Gelände für sich. Und dementsprechend richte ich mich mit meinem Angebot an alle Ausdauerathleten, die Spaß an jeglicher Spielart des Laufens, Radelns und auch des Schwimmens haben.

In einem deiner Posts beschreibst du, dass der Freizeitsportler sich auch mal was gönnen soll, sei es Essen, Trainingspause oder auch mal andere Freizeitaktivitäten. Hast du dich selbst früher zu sehr gestresst? Wie hast du den Spaß am Sport wieder gefunden?

Als prägend muss ich hier wohl das Wettkampfjahr 2014 nennen. Damals habe ich am Zugspitz Ultratrail teilgenommen und bis Juni viel trainiert. Dann kam der Wettkampf und nach dem Finish stand ich da und hatte das halbe Jahr noch vor mir. Ich wollte nicht nichts machen, habe aber irgendwie kein richtiges Ziel gehabt. Ich fiel in ein kleines Loch und hab mir erstmals richtig Gedanken darüber gemacht, was ich eigentlich für ein Typ Sportler bin. Zu der Zeit bin ich fast nur auf dem Trail gewesen und eine spontane Anmeldung beim Köln Triathlon hat mir dann letztlich wieder Antrieb gegeben.

2015 habe ich mir dann mal eine Art sportliche Auszeit gegönnt…

…und zwar insofern, als das ich einfach nur frei Schnauze trainiert habe und bei Wettkämpfen gestartet bin, bei denen ich genau wusste, dass ich finishen würde. Zeiten waren mir dabei egal – Hauptsache dabei sein. Das war richtig genial und ich habe wieder die Energie gefunden, mir langfristige Ziele zu setzen. Auf der anderen Seite habe ich aber auch das Gefühl, dass viele Hobbysportler den Sport selbst zu ernst nehmen. Da werden strenge Trainings- und Ernährungsregime geführt und im schlimmsten Fall kommt man dann zwischen Sport-, Freizeit- und Berufsstress unter die Räder.

Was ich mit dem Beitrag sagen will ist, dass man auf sich und seinen Körper hören sollte. Denn der gibt deutliche Signale, wenn er sich mal etwas Ruhe oder auch was Leckeres zu Essen gönnen möchte!

 

In diesem Jahr hast du zum ersten Mal eine Triathlonlangdistanz absolviert. Wie roth-16-von-18hast du dich im Moment des Überquerens der Ziellinie gefühlt? War das dein bisher sportliches Highlight oder gab es andere Wettkämpfe, die dir in Erinnerung geblieben sind!

„Du hast es geschafft. Und das eine Stunde schneller als geplant. Fuck. Fuck. Fuck. Geil.“ – so in etwa dürfte es
gewesen sein.

Dann habe ich erstmal losgeheult. Es lief aber auch alles besser als geplant und ich hatte einen wirklich überragenden Tag erwischt. Hinzu kommt die Stimmung in Roth, die einfach unbeschreiblich ist. Und das meine ich wörtlich. Mein kann nicht fassen, was da abgeht, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Deshalb habe ich mich auch gleich wieder angemeldet :p

Das emotionalste Finish bisher war aber der erste Marathon 2012. Ich konnte es auch da nicht wirklich fassen, bin ins Ziel gelaufen und habe lange vor Erleichterung geweint. Das war für mich damals eine riesige Herausforderung, die ich ebenfalls noch deutlich besser absolviert hatte, als geplant.

Der Zieleinlauf beim ZUT hingegen war eher unspektakulär. Ich war sehr froh, dass es vorbei war und einfach unglaublich müde. Zudem war in Grainau morgens um 5 Uhr nicht mehr viel los, wodurch es generell etwas dezenter zuging.

Der Winter steht vor der Tür. Hier hast du beschrieben was deine 5 Motivationstipps sind. Was hast du diesen Winter geplant und lässt du es in der kalten Jahreszeit eher locker angehen oder trainierst fokussiert?

Da ich – wie erwähnt – nächstes Jahr wieder in Roth am Start bin, werde ich spätestens im Dezember schon wieder in die Vorbereitung starten. Allerdings steht natürlich primär Grundlagentraining auf dem Plan. Plan ist dabei allerdings relativ. Ich halte mich zwar grob an ein paar Basics, aber primär baue ich meinen Plan auf Wochenbasis selbst. So kann ich auf Eventualitäten reagieren und Pause machen, wenn nötig. Vermutlich bringt mich dieser Modus nicht an die Weltspitze, aber bisher hat es für mich sehr gut funktioniert. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass meinen seinen Körper gut kennt und gut in sich reinhören kann.

Fairerweise muss ich aber dazu sagen, dass ich aktuell keine Verpflichtungen habe und als Single mein Leben natürlich ganz frei gestalten kann.

Allerdings geht es ohne ein wenig Quälerei eben auch nicht. Da trickse ich meinen Kopf dann gerne mit geschickt geplanten Trainingswettkämpfen aus. Z.B. starte ich Ende Januar beim Rodgau 50 und muss zwangsläufig Kilometer reißen.

Rodgau werde ich aber nicht volle Pulle laufen, sondern eher als sportliches Come-Together des #Twitterlauftreffs feiern. Im Frühjahr ist dann noch der Freiburg Marathon bzw. Halbmarathon. Einen Tag vorher möchte ich mit dem Rad anreisen (ca. 150 km) und dann Sonntag beim Lauf an den Start gehen. Auch hier ist die Devise: Nicht auf Anschlag, sondern eher gemütlich, dafür Kilometer und den Körper etwas knechten.

Gibt es Läufe oder Events, die auf deiner Bucket List stehen? Welche sind das und wieso möchtest du dort starten?

matterhornEs gibt da so ein paar Triathlons, die sind – nun ja – ziemlich bekloppt. Zum Beispiel den Norsemen in Norwegen, den Swissman in der Schweiz oder den Celtman in Schottland. Allesamt Langdistanzrennen, allerdings mit ein paar Spezialitäten in Form von Höhenmetern. Schau dir mal die Videos zu den Wettkämpfen an, dann weißt du was ich meine. Was mich daran reizt ist die Kombination von genialer Strecke, Triathlon und einem schönen Trail zum Ende des Wettkampfs. Mag sich bekloppt anhören und das ist es auch :p Als Zeithorizont habe ich mir dafür 2018 vorgenommen.

Aber ich plane normalerweise nicht so weit voraus, deshalb: Schauen wir was passiert.

Einen kleinen Traum möchte ich mir nächstes Jahr aber schon erfüllen: Den Inferno-Triathlon in Mürren in der Schweiz. Er besteht aus 3,1 km Schwimmen, 97 km Rennrad mit 2100 Höhenmetern, 30 km Mountainbike mit 1200 Höhenmetern sowie einem 25 km Berglauf mit nochmal 2100 Höhenmetern. Das sollte mal ein guter Gradmesser für die anderen Verrücktheiten sein, die ich so geplant habe – oder ich werde feststellen, dass das vielleicht doch nichts für mich ist. Momentan habe ich zudem das Ziel auf den kürzeren Distanzen schneller zu werden, weil das momentan noch gut klappt. Es bleibt also weiterhin turbulent im Fuchsbau! 🙂

Danke für das schöne Interview lieber Fuchs 🙂

Folge Mietze:

Tierärztin

immerhungrige katzenverliebte fitnessverrückte Weltenbummlerin

2 Responses

  1. […] Wenn die Katze den Fuchs trifft! Holladiewaldfee sag ich nur und empfehle euch diesen tollen Austausch zwischen Miete und Foxletics. […]

  2. Laufspatz
    | Antworten

    Den Fuchs auch mal etwas kennengelernt ?.
    Sehr schön!
    Wir sehen uns in Rodgau!

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