Mietze meets Laufspatz

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Laufspatz heißt im echten Leben Isabel und liebt das Laufen. Sie lebt mit ihrem Mann im Erzgebirge, umgeben von Wald, Schnee und vielen Tieren (2 Hasen und einigen Katzen). An erster Linie steht für sie die Zeit mit ihren Lieben. Erst danach kommt das Laufen, Kochen und vor allem Reisen. Denn reisen bildet schließlich:-)

In diesem Jahr entwickelte der Laufspatz Flügel und startete bei ihrem ersten Ultramarathon in Rodgau und dann gleich nochmal beim Supermarathon am Rennsteig! Wer sie ist und worüber sie bloggt erfährs du bei Mietze meets.

Welcher Lauf ist dir am stärksten in Erinnerung geblieben? Was hat ihn so besonders gemacht?

Das ist eine wirklich schwierige Frage, denn die meisten Läufe waren ganz besonders (ob jetzt positiv oder negativ) und sind im Kopf hängen geblieben.
Was mir jetzt als erstes einfällt, ist der Rennsteiglauf Supermarathon. Nach langem Training, in dem ich unzählige Male gedacht habe, ich würde nicht starten können, zog ich es letztendlich durch. Eine tolle Landschaft, nette Menschen und ganz viele Erfahrungen. Ein Ultra ist einfach was ganz besonderes. Man lernt sich selbst ganz neu kennen.
Am schönsten finde ich immer, wenn meine Familie mit anwesend ist. Beim Saxoprint Sachsentrail, meinem erstem richtigen Trailwettkampf, kam ich wirklich an meine Grenzen. 3 Stürze und 2 Wespenstiche zehrten schon sehr an meiner Moral, es tat einfach alles weh. Aber alle paar Km standen meine Eltern und mein Mann an der Strecke und schon ging es wieder etwas besser 😉 . 

Wieso bloggst du?

In meinem Blog Laufspatz.de geht es um das Laufen mit allem, was dazu gehört, und um gutes vegetarisches und veganes Essen. Da ich im ziemlich ländlichen Gebiet wohne, stellten sich mir von Anfang an etwas andere Widerstände entgegen, als man sie in der Stadt hat. Das ist der Hauptgrund, dass ich meinen Blog gestartet habe.

Mittlerweile bin ich so froh darüber, da ich viele tolle Menschen dadurch kennengelernt habe, egal ob bei Pastaparties vor Läufen oder über Twitter. 

Gibt es einen Wettkampf den du unbedingt einmal laufen möchtest? Welchen und wieso?

Ich habe immer ein bisschen Angst vor großen Zielen. Was mir so im Kopf herumschwirrt ist der Boston Marathon (für den ich erst einmal die Qualizeit schaffen müsste) und irgendwie der Transalpine Run, für den ich aber noch so viel zu lernen habe und einen Laufpartner bräuchte. Von daher: alles zu seiner Zeit. Erstmal will ich den Berlin Marathon gut hinter mich bringen 🙂 .

Wieso ernährst du dich vegetarisch/vegan. Hast du das Gefühl dadurch mehr Energie zu haben?

Schon bevor ich in das richtige Training für Wettkämpfe begonnen habe, habe ich mich einige Jahre größtenteils vegan ernährt. Nachdem ich viel über Tierhaltung gesehen hatte, erschien es mir als logisch. Jetzt ernähre ich mich unter der Woche vegan, am Wochenende vegetarisch. Gerade bei uns auf dem Land, ist vegetarisches Essen in Restaurants schon schwierig genug zu bekommen (ist für viele Großstädter unvorstellbar, ich weiß). Als Veganer waren mir das zu viele Einschränkungen im sozialen Leben. Aber ich weiß, dass ich mit der Einstellung auf viel Unverständnis stoße, sowohl bei Fleischessern, als auch bei Veganern. Man kann es halt nicht allen recht machen ;).
Ich habe keinen Vergleich, ob ich fitter bin. Im Grunde genommen denke ich, dass man sowohl mit als auch ohne Fleisch eine ausgewogene Ernährung hin bekommt, es muss eben alles in Maßen sein.

Gibt es einen Ausrüstungsgegenstand oder ein Laufaccessoire ohne das du nicht auskommst?

Ohne Laufuhr fühle ich mich irgendwie unvollständig und ohne mein Handy auch, ich mache gern Bilder von der Landschaft, gerade bei meinen langen Läufen, die mich oft mitten durchs Erzgebirge fuhren. Für die langen Strecken habe ich Trinkrucksäcke, damit ich mitten im Wald nicht vertrockne. Kleidungsmäßig habe ich durch alle Preisklassen alles im Schrank, Hauptsache es gefällt mir.
Zur Zeit am wichtigsten: Insektenschutzspray! Die Monster stehen irgendwie auf mich.bild-tschechien

Nutzt du besondere Produkte während der langen Läufe?

Vor dem Rennsteiglauf habe ich Clifbars entdeckt und finde sie super lecker. Ansonsten diverse Energie-Gels. Ich habe schon viel probiert: Datteln, selbstgemachte Gels mit Chia usw. Am Ende bin ich bei Wettkämpfen wieder bei gekauften Sachen gelandet, auch wenn das natürlich teurer ist. Alles andere ist mir zu schwer zu tragen und zu schwierig zu kauen.

Für den kleinen salzigen Hunger habe ich getrocknete Tomaten oder ein kleines Salztütchen dabei.
Im Ultratraining habe ich viel Obstquetschbeutel genommen. Preislich sind sie völlig im Rahmen und ohne kauen schnell heruntergeschlabbert ;). Ich habe mir aber fest vorgenommen, mal wieder einige Versuche mit selbstgemachten Riegeln zu machen.
Als Getränke habe ich meist Tee oder einfache Isobrause benutzt, im Training ohne, im Wettkampf teilweise mit Koffein.
Ich mache da keine Wissenschaft draus..;) . Fakt für mich und meinen Körper ist: wenn ich das Trinken und Essen übergehe, wird es unschön (wer mich kennt, wenn ich Hunger habe, weiß was ich meine 😉 ).

Inzwischen hat Laufspatz den Berlin Marathon erfolgreich gefinished. Gute Erholung und vielen Dank für das interessante Interview:-)

Folge Mietze:

Tierärztin

immerhungrige katzenverliebte fitnessverrückte Weltenbummlerin

2 Responses

  1. Andreas
    | Antworten

    Das hört sich alles – von der Ernährung bis zur Ausrüstung – wunderbar pragmatisch und bodenständig an. Und die Ziele (Boston und TAR) – alle Achtung! Danke für das interessante Interview!

    • Mietze
      | Antworten

      ja Isabel hat so einiges vor, vor dem ich meinen Hut zieh!

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