BerlinMan

Flo beim BerlinMan 2016

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BerlinMan

Nach 2014 hieß es am 10.09.2016 endlich wieder im Grunewald: Auf zum BerlinMan Triathlon.

Die Traditionsveranstaltung ging in ihre 13. Auflage, was aufgrund des immer zweijährigen Abstands nun das 25. Bestehen des Triathlons der Weltraumjogger hieß.

Für mich war dieser Wettkampf seit Beginn des Trainingsjahres und durch die Kooperation mit den Jungs von tri2teach.com und meinem Trainer Marco, dies der Höhepunkt meiner Triathlonsaison 2016 und auch gleichzeitig der Abschluss. Da ich die letzten beiden Austragungen dieses Events schon mitgemacht habe, wusste ich auch worauf ich mich eingelassen habe, da für mich als  Flachlandberliner sind die Berge im Grunewald dann doch schon Anstiege sind, welche man nicht so häufig in Berlin findet und einem dann doch wie Alpenetappen vorkommen. Aber dazu später mehr.

Training bis zum Wettkampf

Ungewohnt wurde nach der CityNight Ende Juli (siehe Blogbeitrag von Rehspeck), zwei Wochen Regeneration von meinem Trainer Marco angeordnet. Doch irgendwie konnte ich da meine Beine auch nicht ganz still halten und so schwamm/fuhr/ lief ich munter weiter, jedoch ohne wirklichen Plan.

Danach ging es dann für 3 Wochen nochmal richtig zur Sache. Intervalle bei allen Disziplinen standen an, welche mal mehr oder weniger genau durchgeführt wurden. Da das Rollentraining bei 28 Grad und purem Sonnenschein nicht soooo viel Spaß macht, wurde dann halt eine Radrunde gedreht und je nach Verkehrslage der dicke Gang aufgelegt. Jedoch wurde beim Schwimmen der anliegende See in Kaulsdorf zur Heimatstrecke und die Laufschuhe brav immer geschnürt.

Beim Material wurde jedoch nochmals nachgelegt. Zum einen habe ich, meine TomTom Multisport Uhr gegen die neue Garmin 735xt ausgetauscht. Aber auch das endlich herbeigeschmachtete Triathlon-Bike Speedmax CF der Firma Canyon fand den Weg zu mir nach Haus.

Meine Garmin verrichtete, wie eh und je gute Dienste und gab mir bei allen Einheiten zuverlässig meine Infomationen und Aufzeichnungen aller Parameter, damit die Trainingssteuerung optimal laufen konnte. Das neue Bike wurde erstmal grob auf mich eingestellt und dann auf mehreren Ausfahrten auf Herz und NIeren geprüft. Sehr geiles Gefühl, jedoch wird die Feinabstimmung mittels Bike-Fitting erst noch geschehen, da ich wusste, dass aufgrund des Profils der Radstrecke beim Berlinman mein Straßenrennrad mit Auflieger zum Einsatz kommen wird.

Wie auch schon bei den anderen Wettkämpfen wurde sich eine Woche Urlaub vor dem Wettkampf gegönnt, damit die Taperphase optimal laufen kann und es stand zudem auch noch der eigene Geburtstag und andere Feierlichkeiten an, für welche sich natürlich auch noch Zeit genommen wurde.

Wettkampf

Die Startunterlagen wurden am Strandbad Wannsee und der angrenzenden Jugendherberge tagszuvor abgeholt, während am Wettkampftag morgens um 6 Uhr der Wecker klingelte. Mit Rad und Pack gings per Auto einmal zum Wannsee, wo schon ein wenig Trubel herrschte und ich noch ohne Anstehen meinen Wechselplatz gleich beim Radausgang einrichten durfte. Leider startete ich in der letzten Startergruppe, was für mich volle Straßen später hieß, jedoch ich so das Startprozedere der Veranstalter nochmals studieren konnte und auch noch genügend Zeit für eine kleine Aufwärmrunde hatte.

Schwimmen

Der Start meiner Gruppe erfolgte 9:20 Uhr und sehr schnell. Wir schwammen erstmals eine neue Schwimmstrecke und ich sortierte mich weit links ein, um möglichst gerade auf die erste Boje zuschwimmen zu können und somit einen kurzen Weg zu haben.

An der ersten Boje angekommen ging es im 135 Grad Winkel zur zweiten Boje und was soll ich sagen, ich war Erster! Den Genuss, den der erste Schwimmer einer Startgruppe hat liegt ungemein in der entspannten Situation zu sein, keine Beine und Arme um einen zu haben, als auch dass ein Kajakfahrer vor einem herfährt, welchem man dann nur folgen muss und man somit weniger mit der Orientierung beschäftigt ist.

An der zweiten Boje wurde ich dann an der Spitze von einem schnelleren Schwimmer abgelöst, welches mir aber recht war, da ich mich somit in seinen Wasserschatten heften konnte. Bis zum Ausstieg, welcher laut meiner Garmin nicht nach 750m sondern nach 850m war, hatte ich Platz 4 meiner Schwimmgruppe halten können und sogar mehrere Schwimmer, der 10min vor uns startenden Welle, überholt.

Wechsel Schwimm – Rad

Der Wechsel beim Berlinman ist auch nichts für schwache Nerven. Nach dem elendig langen Herauswatten aus dem seichten Wasser warten nämlich gefühlte 200 Stufen hoch zur Wechselzone.

Doch die Zuschauer geben den Sportlern mit krätigen Klatschen und Zurufen genug Energie, die Stufen auch schneller als gedacht zu erklimmen. Dadurch das mein Rad nahe des Ausgangs zur Radstrecke stand, konnte ich einen schnellen Spurt und auch zum Glück schnellen Wechsel aufs Rad bewerkstelligen.

Dank der Triathlonfunktion meiner Garmin stoppte ich sogar die einzelnen Wechselzeiten bis sie auf die jeweilige nächste Disziplin sprang. Herrlich.

Rad

Die Radstrecke des Berlinmans auf der Jedermann-Distanz ist geprägt durch zwei Wendepunkte und den unterschiedlichsten Teilnehmern.

Da ich drei Startergruppen vor mir hatte, hieß es auf der Radstrecke den Verkehr zu bewältigen, da wie der Name schon sagt, jeder Mann/Frau mitmachen kann und somit man auch die unterschiedlichsten Leistungsgruppen auf der Strecke auf einander treffen. Für mich hieß es Arme auf den Auflieger, Kette rechts und immer schön aufpassen beim Überholen.

Nach dem ersten Wendepunkt auf dem Kronprinzessinenweg ging es dann auf in den Grunewald, welcher dann seine Anstiege parat hielt. Während man gerade noch mit 35km/h die Kette rechts hatte, wurde man dann ganz schnell im Anstieg, der sich gefühlt ewig hinzog, auf genüssliche 20km/h runtergebremst. Da hieß es nur den Tritt finden, die Frequenz hochhalten und ruhig weiteratmen.

Da nach zwei Anstiegen der Wendepunkt kam, wusste man, welche Höhenmeter man auf dem letzten Abschnitt noch zu bewältigen hatte. Während der Radstrecke hatte ich 3-4 Athleten, welche mich immer wieder überholten oder auch wieder einholen ließen. Vorallem bei den Anstiegen spielte sich die Wahl des Straßenrenners aus, da ich die anderen mit ihren Zeitfahrmaschinen überholte und nicht mehr wieder sah. Kurz vor Ende der Radstrecke wurde dann auch das bewährte Gel, welches ich auf das Oberrohr geklebt hatte, zu mir genommen und schon einmal aus den Radschuhen geschlüpft.

Wechsel Rad-Laufen

Der kurze Weg mit dem Rad zu meinem Wechselzonenplatz kam mir auch hier zu Gute, da ich nicht lange schieben musste und schnell in meine Schuhe schlüpfen konnte. Da ich mir auch endlich mein Schnellschnürsystem von Lock Laces gegönnt hatte, ging das Reinschlüpfen und zuschnüren in Sekundenschnelle, so dass ich zwischen Radabstieg und Verlassen der Wechselzone zum Laufen gerade einmal eine Minute brauchte.

Laufen

Nun kam eigenlich meine Paradedisziplin, da ich mir einen 4er Schnitt vorgenommen hatte und mir eine Laufzeit von knapp unter 20min ausmalte. Doch manchmal kommt es anders und zweitens als man denkt.

Schon beim Loslaufen verspürte ich einen dumpfen Druck im Zwerchfell, welcher leider nicht verschwand. Die Temperaturen waren nicht so hoch, als das es schon unerträglich heiß war, noch das die Beine oder Waden einen Krampf signalisierte. Die guten alten Seitenstiche hielten mich leider von einer schnellen Laufzeit ab.

Die gesamten ersten 3 Kilometer der Laufstrecke war ein Wechselbad zwischen Schnelllaufen und tiefer Atmung immer auf der Kippe zum Stehenbleiben. Meine Garmin piepste alle 500m die Zwischenzeit durch, welche jedoch anzeigten, dass ich immer langsamer wurde. Erst auf den letzten 1,5km der Laufstrecke hatte ich ein wenig die Seitenstiche unter Kontrolle und konnte wieder ein wenig Fahrt aufnehmen, jedoch war eine 20er Zeit nicht mehr realisierbar.

Mental war die Laufstrecke ebenfalls ein Wechselbad der Gedanken. Auf der einen Seite der Frust, dass die Seitenstiche einen hindern seine Form abzurufen. Dann die Gedanken, dass es der letzte Wettkampf ist für dieses Jahr. Aber es gab auch die motivierende Seite, dass es nämlich keinen Läufer gab, der mich auf der ganzen Laufstrecke überholte.

FINISH

Im Ziel stoppte ich meine Garmin bei 1:23:54h und mir wurde von den kleinen Helfern eine Medaille umgehangen und der Transponder vom Fuß genommen.

Durch das Recherchieren am Vortag, mit welchen Zeiten, welche Platzierungen beim letzten Mal geholt wurden, war ich von einer Wunschzeit von 1:15h wieder einmal ausgegangen und erst einmal geschockt, dass ich sogar 2min langsamer war, als bei der letzten Teilnahme. Allerdings stellte ich mir auch die Frage, da mich auf der Strecke aus meiner Gruppe maximal 6 Personen überholt hatten, mit welcher Platzierung ich nun überhaupt rechnen könne.

Einen ersten Eindruck meiner Leistung hatte ich, nachdem im Ziel der Veranstalter vermeldete, dass der Sieger der diesjährigen Austragung mit einer Zielzeit von 1:19h gewonnen hat.. Leider fand ich abends noch keine Onlineergebnisse, so dass ich das gesamte Wochenende im Ungewissen verharren musste.

Montags fand ich von der Zeitmessfirma die Ergebnisse endlich und hatte Gewissheit.

Mit meiner Zeit von 1:23:57h wurde ich von den 581 Startern 15. ingesamt und belegte mit meiner Zeit in meiner Altersklasse AK25 den 2. Platz!!!

Summasumarum kann ich da nur sagen: Mission completed!

 

Ausblick

Nur weil die Triathlonsaison für mich nun 2016 vorbei ist, heißt dass noch nicht, dass keine Wettkämpfe anstehen. Gemeinsam mit der Mietze und dem Rehspeck wird am 02.10.2016 der Kölner Halbmarathon in Angriff genommen und eventuell ein neue PB aufgestellt. Aber wir werden sehen. Jetzt heißt es erstmal Beine lockern und die Laufschuhe schnüren. Wie gehabt, könnt ihr mir gern auf Instagram folgen bzw. hier auch demnächst weiterlesen, welche sportlichen Höhepunkte 2016 und dann 2017 noch so folgen werden.

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