Musik auf die Ohren – Kopfhörer von Inateck im Test

eingetragen in: Blog, Running | 2

Musik ist ein essentieller Bestandteil unseres Tages – es ist Kulturgut und Freizeitbeschäftigung zugleich. Der tägliche durchschnittliche Musikgenuss hat sich seit 2010 von 35min auf 54min pro Tag ausgedehnt. Auch beim Laufen stellt Musik für viele Sportler ein Muss dar, bei manchen ist es sogar zu einem unverzichtbaren Teil ihres Trainings geworden. War man früher noch mit dem MP3 Player unterwegs ist jetzt das Smartphone in der Tasche der Schlüssel zum Musikgenuss. Die Nutzung zum Hören von Musik am Smartphone ist bei Jugendlichen mit 90% laut der letzten JIM Studie das am häufigsten genutzte Angebot, noch knapp vorm Surfen.

On-ear, Bügel oder in-ear – und der Sound?

Das Abspielgerät ist nur ein Teil des perfekten Hörgenusses. Fast noch wichtiger sind die Kopfhörer, die man nutzt. Während viele im Alltag gerne die großen On-Ear Modelle nutzen, sind diese bei Laufen eher hinderlich und haben ein hohes Schwitzpotential.

Fürs Laufen greife ich daher gerne zu kleinen Kopfhörern. Aber auch hier ist die Wahl nicht so einfach, denn da man beim Laufen den Kopf nicht nur horizontal sondern auch vertikal bewegt, ist es gar nicht so leicht Kopfhörer zu finden, die beim Sport auch in den Ohren bleiben.

Die Bügel Variante fand ich bisher noch am Besten. Sie sitzen ganz gut und verrutschen wenig. Mit Laufbrille auf den Ohren kann es aber schon mal ganz schön eng werden.

Bei in-ears habe ich viel ausprobiert aber bin auch nicht richtig glücklich geworden: Egal ob teuer oder billig, Sony,Philips oder die 13€ Media Markt Teile – nichts wollte so richtig in meinen Ohren bleiben. Auch jene der Marke Yurbuds, auf die die Mietze so schwört konnten mich nicht überzeugen – weder vom Halt noch vom Sound.

Generell scheint es so zu sein,dass die sportliche Nutzbarkeit irgendwie mit einem Qualitätsverlust im Sound einhergeht. Ich maße mir jetzt nicht an ein perfektes Gehör zu haben, aber manche der Sportkopfhörer klingen leider massiv basslastig, andere blechern. Ich hab das auch nicht nur mit dem Mp3 Format getestet, sondern auch mit FLAC Dateien und leider war das Ergebnis dasselbe.

Inateck Taurus BH 1001 im Test

WP_20160724_17_11_36_ProDie Kopfhörer werden in einer blauen Verpackung geliefert. Darin enthalten sind ein USB-Ladekabel, ein Soft-Pouch und mehreren Aufsätze für den Halt in den Ohren. Sie sind schweißresistent, der Akku soll 7 Stunden halten und für die Audio Ausgabe wird der APTX-Codec verwendet.

Auf den ersten Blick wirken die beiden Bügel doch wesentlich größer und schwerer als man es von gewöhnlichen Kopfhörern gewohnt ist. Das liegt vor allem an 2 Dingen: 1. Die Kopfhörer sind Bluetooth-fähig. 2. Beide Enden der Kopfhörer sind magnetisch (Nach dem Sport kann man sie zusammen klipsen). Unter dem rechten Ohr ist ein One-Button Bedienelement mit dem sowohl Bluetooth aktiviert (länger drücken) als auch zwischen den Songs gewechselt werden kann. Auf der Seite befinden sich zwei Schalter für die Lautstärkeregulation.

Tragekomfort, Bedienbarkeit und Sound

Die Kopfhörer wirken, wenn man sie im Ohr trägt nicht mehr so groß wie beim Unboxing. Auch durch die konische Form liegt das Hauptgewicht der 9 Gramm schweren Kopfhörer in der Ohrmuschel. Durch den Innenohrbügel halten die Kopfhörer sehr gut im Ohr, auch wenn diese Art der Fixierung für mich ungewöhnlich war.

Halt 

Ich habe die Kopfhörer nun auf 4 Läufen getestet, darunter ein Tempodauerlauf in niedriger 4er Pace als auch ein Longrun. Bei allen Läufen hielten sich die Kopfhörer gut im Ohr und verrutschten nicht. Die Kabelverbindung hinter dem Hals stört beim Tempodauerlauf allerdings etwas, da das Kabel im Nacken zwar eng ist,aber dann doch regelmäßig rumhüpft. Hier wäre einen Lösung mit einem Bügel, der sich hinten über den Kopf zieht wahrscheinlich besser und angenehmer.

Handling

Die Bluetooth-Verbindung mit dem Telefon klappt schnell und intuitiv – sowohl mit neuen Geräten als auch mit älteren Modellen. Das Hauptbedienelement hängt rechts unter dem Ohr und ist gut bedienbar. Das Vor- und Zurückschalten zwischen den Tracks funktioniert problemlos. Als Nachteil entpuppen sich die Lauter- und Leiser-Tasten: Diese sind sehr klein und man findet sie nicht so schnell.

Sound

Nun für mich zum wichtigsten Punkt. Der Sound ist gut, nicht so basslastig oder übersteuert wie es bei den meisten Kopfhörern der Fall ist. Getestet habe ich es mit verschiedenen Musikrichtungen, um eine große Bandbreite abzudecken. Gerade bei Rock fand ich die Mischung sehr angenehm, der Bass ist voll und gut, die Höhen ausgepegelt und nicht zu schrill. Dies liegt wohl an dem Verwendung des aptX-Codecs, den man bei fast allen hochwertigen Kopfhörern verbaut findet und der die Wiedergabe in CD-Qualität garantieren soll. Zum Sound eines Sennheiser oder Bose-Kopfhörers ist zwar noch ein gewisser Unterschied, aber erstens liegen diese preislich in einer anderen Liga und sind zweitens im Sportbereich quasi nicht existent. Auch die Audioqualität bei Anrufen konnte mich überzeugen.

Fazit:

Insgesamt war das Ergebnis positiv. Die Bluetooth Kopfhörer überzeugen mit einem gutem Sound und Tragegefühl, besonders wenn man bedenkt, dass diese gerade mal 32€ kosten (Amazon). Die zusätzlichen Silikon-Aufsätze sollten allen Ohren genüge tun.

Nicht so gefallen hat mir die Bedienung und der Druckpunkt der Lauter/Leiser Tasten, diese sind mir zu klein, um sie beim Laufen gut bedienen zu können.

Ich würde die Inateck Kopfhörer für Läufer empfehlen, welche nach einer günstigen und im Klang guten Alternative für den Sport suchen. Durch den Bluetooth Modus fällt das lästige Kabel weg und wenn man will könnte man bei Laufen sogar noch telefonieren.

Wenn du auf der Suche nach Kopfhörern bist und den Inateck probieren möchtest, kannst du ihn bei Amazon bestellen. Mit dem Code „music014“ erhälst du noch mal 6€ Rabatt auf den Preis:-)

Viel Spaß beim Laufen mit Musik!

Folge Rehspeck:

Key Account Manager

11 x Marathon Finisher,Immer und überall Läufer. 2:57h Marathon PB. Läuft 2018 in Valencia, Berlin, Kopenhagen. Running the Six: Berlin,Boston,Chicago ✔ NYC,LDN,TKY to be done.

2 Responses

  1. Nicole
    | Antworten

    Die sehen ja sehr interessant aus. Allerdings würde mich das, denke ich, auch stören, wenn das Kabel die ganze Zeit am Nacken rumhüpft. Wichtig ist mir auch immer die Klangqualität. Du sagtest zwar, sie hätten einen guten Sound, aber das heißt dann wahrscheinlich, dass er nicht sehr gut ist, oder? xD

    Gehen wir mal von den Standard Apple Kopfhörern aus – besser, gleich gut oder schlechter? Ansonsten danke für die Rezension, mit dem Preis würde es sich fast schon lohnen, die auf jeden Fall mal auszuprobieren!

    Liebe Grüße
    Nicole

    • Mietze
      | Antworten

      Hallo Nicole,

      ich fand ihn gut – man merkt den verwendeten APTX Codec, den eben auch hochwertige Marken verwenden. Zu deinem Vergleich mit den Apple Kopfhörern kann ich nicht viel sagen, ich finde dass die Apple Headphones nicht gerade mit Top-Klang glänzen. Das Problem ist hier auch dass die Präferenzen immer unterschiedlich sind, manche wollen mehr Höhen, manche mehr Bässe. Ich finde sie eine valide und von Preis/Leistung sehr gute Variante zum Laufen. Und das hatte ich mir ehrlich gesagt nicht so erwartet, als man uns sie zum Test angeboten hat 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere