Flo beim ITU Hamburg Wasser World Triathlon

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Mein eigener Blogtriathlet Flo hat vor seinen ersten Saisonhöhepunkt vor 2 Wochen gerockt. Wie es beim ITU Hamburg Wasser World Triathlon war erfährst du hier:

Anreisetag

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Sponsor-Shirt

Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück hieß es: Auf in die Hansestadt. Der Koffer wurde im Kopf schon drei Tage vorher gepackt und am Abreisetag musste nur noch das Rad und alle Utensilien sicher im Auto verstaut werden. Da merkte ich auch wieder, wie Equipmentlastig doch dieser Sport ist, da ich für das Wochenende gefühlt genauso viel mitgenommen hab, wie für eine Woche Strandurlaub ^^

Nach einer doch recht entspannten Anreise und dem schnellen Check-In im Hotel, ging es ab in Richtung Jungfernstieg und zur Startnummernausgabe. Es ist immer wieder spannend und faszinierend, wie die Organisation bei diesem Event ist und wie gut alles zusammenpasst vor der tollen Hamburger Kulisse. Nachdem ich meinen Startbeutel mit all meinen Utensilien abgeholt hatte, machte ich auch noch einen Abstecher zu meinem Startplatz-Sponsor und Radhersteller CANYON am Messestand. Ein kurzer Plausch und ein Geschenkbeutel später, hatte ich dann mein eigenes „Swim-Florian-Run“- Shirt in Anlehnung an des Marketing mit Jan Frodeno :D. Da im Starterbeutel ein Gutschein von Vapiano vorhanden war, ging es natürlich abends zum Carbo-Loading mit Hilfe einer leckeren Pizza. Der Tag endete dann gut genährt und nicht allzu aufgeregt gegen 22 Uhr im Bett, wobei der Wecker aber auf 6:00 Uhr gestellt war.

Raceday

Nach doch einer kurzen Nacht ging es mit Sack und Pack, sowie leichter Aufregung und vor allem Vorfreude zum Start. Mit jeder U-Bahn-Station füllte sich diese mit Sportlern und Fans, welches dann am Jungfernstieg gegen 8 Uhr in einem Meer von Sportlern und Rädern gipfelte. Nach dem kurzen und unkomplizierten Bike-Check-In ging ich mir meine Wechselzone für das Rennen einrichten. Ich hatte das Glück gleich übersichtlich am Anfang der Wechselzone mein Rad abstellen zu können. Nachdem das Gel und die Schuhe fixiert wurden, beschäftigte mich nur die eingehende Frage: Neo oder kein Neo. Mit hatte ich ihn, jedoch fragte ich mich immer wieder, ob der Zeitvorteil auf der 500m-Schwimmstrecke so groß ist oder ich ihn gleich durch das Ausziehen am Platz wieder einbüße.. schlussendlich entschied ich mich trotz 19,5 Grad Wassertemperatur gegen den Neo. Machte mich gegen 9:00 Uhr mit einem Lauf-ABC und verschiedenen Bewegungen warm, bevor es für mich um 9:35 Uhr Richtung Start ging.

Schwimmen (500m):

Als die ersten meiner 200-köpfigen Startwelle G ins Wasser gesprungen sind, dachte ich kurz: „Mist, hätte ich doch den Neo anziehen sollen“. Als der Sprecher noch eine Minute bis zum Start ansagte, stieg ich ins kühle Nass und versuchte mich so warm wie möglich bis zum Start zu halten.

Dieser erfolgte recht zügig und ich versuchte mich, wie beim letzten Wettkampf, schnell aus dem Getümmel rauszuhalten. Leider kam ich nicht so richtig in meinen Rhythmus, welchen ich allerdings bis zur ersten Boje zum Glück wieder fand. Ich hing mich an meinen Vordermann und musste mich somit auch nicht mit der Orientierung beschäftigen. Wir konnten gemeinsam nach knapp 350m auch die langsamen Schwimmer aus der 8min vor uns gestarteten Gruppe sogar einholen. Als ich auf den blauen Teppich stieg und meine Garmin 10:10min anzeigte, war ich leicht enttäuscht, da ich gerne eine 9er Zeit erreichen wollte.

Wechsel Schwimmen-Rad

Man muss wissen, die Hamburger Wechselzone zählt mit ihren gut 500m zu den längsten im gesamten Rennzirkus. Daher zog sich der Weg bis zum Rad gefühlt wie Kaugummi. Mein Wechsel gelang ohne Probleme. Helm auf und zu, Startnummerband um und das Rad geschnappt. 15 Sekunden für das Ganze. Kann sich sehen lassen. Leider verjüngt sich die Wechselzone in ihrer Länge hin und somit kam ich, bevor ich aufs Rad konnte, schon in den ersten kleinen Stau, welcher mich auch ein wenig beim Radaufstieg behinderte und ich somit nicht flüssig los kam.

Rad (22km):

Hamburg ist welliger als was man denkt ^^

Die Strecke führt an den Landungsbrücken vorbei und die gesamte Elbchaussee entlang, bevor man nach der Hälfte an einen Wendepunkt gelangt und man die gesamte Strecke wieder zurück fährt.

Vorteil: Man kennt die Strecke und Gegebenheiten.

Nachteil: Abwechslung ist nicht wirklich vorhanden.

Beim Radfahren erging es mir zum Glück, wie beim letzten Wettkampf. Ich sammelte einen nach dem anderen Sportler ein und hatte die gesamte Strecke nur einen Athleten aus meiner Startwelle, welcher mir im Flachstück Paroli bot, aber in den Anstiegen abreißen lassen musste. Die Beine liefen diesmal hervorragend, ohne dass sich Krämpfe oder Ähnliches anzeigten. Leider hatte ich meinen Gashahn nicht richtig aufgedreht, da ich nicht wusste, wie ich die Laufstrecke meistern soll und sparte mir so ein paar Körner auf. Durch die doch wellige Strecke konnte ich meine Leistung und Geschwindigkeit schwer einschätzen und hielt mich somit zurück. Kurz vor Ende nahm ich mein Gel wieder zu mir und schlüpfte aus meinen Schuhen um mich auf den zweiten Wechsel vorzubereiten.

Wechsel Rad-Lauf

Voll und genervt. Das sind die beiden Worte, die mir zum zweiten Wechsel einfallen, da nun alle Startgruppen unterwegs waren und es somit richtig voll in der Wechselzone war. Sportler unterschiedlichster Leistungsstände und Ansprüchen prallen aufeinander und so werden die Schnellen von den Langsamen ausgebremst. Mein Wechsel am Platz lief jedoch wieder gut, wobei ich nach wie vor in meine Asics kein Schnellschnürsystem eingezogen habe und so wieder gefühlt ewig gebraucht habe, bis ich meine Schuhe zu hatte.

Lauf (5km)

Der Lauf startete richtig gut und ich legte die ersten 500m gleich mal in einer 3:52min/km-Pace zurück. Danach drosselte ich erstmal das Tempo, da mein Kopf mir sagte: „Nicht  überpacen und keinen Krampf riskieren“. Auf der Laufstrecke erging es mir dann wieder, wie beim Radfahren. Ich sammelte ein um den anderen vor mir gestarteten Sportler ein. Lediglich einer rauschte an mir vorbei. Die Laufstrecke an der Altster entlang bietet eine schöne Kulisse, jedoch erst auf dem Rückweg. Die Beine trugen mich gut und ich fühlte mich recht stark. Allerdings hielt ich mich auch hier die ersten 2,5km zu sehr zurück und konnte dann in einer guten 4er-Pace den letzten Kilometer locker meistern. Das Einlaufen in das Stadion am Rathaus Hamburg ist wie immer eine Wucht, auch wenn noch nicht sooo viele Menschen zum Anfeuern da waren, trugen sie einen die letzten Meter förmlich ins Ziel.

Finish und After-Race-Programm

Nach dem Zieleinlauf, dem Empfang einer tollen hochwertigen Medaille, ein paar Stücken Kuchen und einem Schluck alkoholfreiem Erdinger, lief ich noch ein wenig aus.

Hinterher war ich aber nicht mehr wirklich zufrieden…

1:15:22h ist meine offiziele Zielzeit und somit 22 Sekunden über dem von mir gesteckten Ziel. In meiner Altersklasse bin ich 15. von 219 geworden und 103. von 2366 gestarteten Männern.

Ein super Ergebnis; dafür, dass ich diesen Sport in meiner Freizeit und aus Leidenschaft durchführe und nicht im Verein bin sondern auf eigene Faust mit der Hilfe von Marco und den Jungs von tri2teach.com trainiere.

Doch ich weiß, dass am Ende mehr drinnen gewesen wäre und ich mein volles Leistungspotenzial nicht ausgeschöpft habe, da mir mein Kopf immer wieder sagte, überpace nicht. Somit wären die 22 Sekunden locker machbar gewesen und ich vielleicht „glücklicher“. Am Ende ist man sich selbst der größte Kritiker und auch aus solch einem Rennverlauf lerne ich und kann es beim nächsten Wettkampf besser machen. Der Spaß dabei sollte am Ende nicht zu kurz kommen.

Das restliche Wochenende bestand dann im Übrigen aus dem Schlendern durch Hamburg, dem Messebereich und einem leckeren Abendessen beim Griechen. Am Sonntag wurde dann nur noch ausgeschlafen, Hamburg erkundet, tri2teach.com bestaunt und der Heimweg angetreten.

Für 2017 steht fest, dass ich wieder zurückkehre und diesmal dann wieder die olympische Distanz in Angriff nehme.

Nun steht am 30.07. dietri2teach.com auf dem Ku’damm an und somit das Ziel der 40min auf 10km nahe zu kommen..wir werden sehen…

 

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