Mietze meets FatboysRun

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In der Uni habe ich gelernt, dass es verschiedene Lerntypen gibt. Manche müssen den Stoff lesen um zu verstehen, manche müssen es praktisch tun und anderen reicht das zuhören. Gerade an die letzten richtet sich der Laufpodcast Fatboysrun von Rene und Philipp. Die zwei Jungs quatschen hier über alles was das Läuferherz begehrt und wollen dir so den einen oder anderen Lauf versüßen. Doch wer sind die beiden und wieso bloggen sie eigentlich nicht?

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In der Welt der vielen Laufblogger, stecht ihr hervor. Wie kamt ihr auf die Idee einen Lauf-Podcast zu machen?

Rene: Eigentlich sollte FatBoysRun Philipps Weg zu seinem ersten Marathon begleiten, wir hatten zum Zeitpunkt der ersten Folge noch gar keinen exakten Plan was wir machen wollen und besprechen möchten. Philipp kannte ich durch seine anderen Podcast Projekte Celluleute und HappyDay. Wir haben dann über´s Netz recht schnell zueinander gefunden. Philipp war, wie bereits gesagt, auf dem Weg zu seinem Marathondebüt und suchte jemanden mit dem er quatschen kann. 2,5 Jahre später haben wir nun 45 Folgen produziert, Philipp ist 7 Marathon gelaufen, wir haben einige sehr spannende Gäste gehabt und ich möchte dieses Jahr mein Debüt feiern. Warum genau einen Podcast? Ganz einfach, wir reden unheimlich gerne und viel! 😉

Philipp: Da ich in einem anderen Podcast ständig von meinem damals neu entdeckten Laufhobby erzählte, das aber nicht zu dem Konzept des Podcasts passte, musste ein eigener Laufpodcast ins Leben gerufen werden. Ich war mit Rene auf Facebook befreundet, da er einen anderen Podcast von mir hörte und ich sah irgendwann, dass er auch läuft. Dann hab ich ihn angefragt, ob er meinen “road to marathon” als Gesprächspartner in Podcastform begleiten möchte. Er sagte ja aber inzwischen ist der Fokus zum Glück auf uns beiden und mein Marathon schon lange im Kasten.

In einer Folge berichtet ihr davon wie ihr abends im Dunkeln an den beleuchteten Häusern in der Nachbarschaft vorbei lauft und euch vorstellt, wie dort alle faul vor dem TV rumhängen. Nur die Fat Boys sind unterwegs und laufen dem Speck davon. Woher kommt dieser Elan und was treibt euch immer wieder an?

Rene: Ich war ja schon vor FatBoysRun 5 Jahre in Laufschuhen unterwegs, ich habe mit 25 mit dem Laufen angefangen, zum

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einen durch eine Wette mit meiner besten Freundin, zum anderen war kurz vorher mein Vater sehr schnell an Krebs verstorben und ich suchte etwas Zerstreuung. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch ca. 10 KG mehr auf den Rippen und habe 20-30 Zigaretten am Tag geraucht. Relativ schnell habe ich festgestellt, dass Laufen genau mein Ding ist, ich die Bewegung als Kontrapunkt zu meinem Bürojob brauche und Wettkämpfe mir unheimlich Spass machen. Ich hab mir dann Bücher und das entsprechende Material besorgt und bin seit dem dem Laufen verfallen. Jetzt mit dem Podcast habe ich noch eine extra Motivation, weil mich die Hörer/innen und natürlich auch Philipp immer wieder antreiben.

Philipp: Ich hab das im Winter immer, wobei ich hier in Holland die Leute ja auch tatsächlich vor dem TV sitzen sehe, da man hier meist Einsicht in die Wohnzimmer hat. Das gibt einem irgendwie Kraft, wenn man sich da in der Kälte abmüht und die anderen am faulenzen sind. Man kann sich dann kurz einreden was für ein harter Kerl man doch ist..bis man überholt wird.

In der 39. Episode habt ihr Björn Richter interviewt, welcher Deutschland schon quer und längs durchwandert ist. Habt ihr selber etwas ähnliches geplant? Wenn nicht, welche vergleichbare Leistung reizt euch?

Rene: Ich hatte ja im Mai 2016 mein Marathondebüt beim VivaWest geplant. Musste aber aus gesundheitlichen Gründen absagen, was mich wirklich belastet, da ich super im Training war. Ich möchte erst mal meinen ersten Marathon laufen und dann weiter schauen, also Step-by-Step. Ein Ultra reizt mich aber sehr! Das was Björn da gemacht hat ist eine super geile Geschichte. Klar wäre sowas mal ein Traum, aber aus zeitlichen und familiären Gründen würde mich erst einmal was Kleineres interessieren. Leider bin ich ja hier am Niederrhein ein Flachländer, mich reizen Berge total! Wenn ich die Trail lese oder Videos von Kilian Jornet, Anton Krupicka und Co. sehe, dann komme ich ins schwärmen! Im Laufsport kann man so vieles machen. Der Sport ist so wunderschön vielschichtig! Man kann einen Citylauf machen, Trail durch die Berge, am Meer, man kann 6 Stunden auf einer Laufbahn laufen, man kann durch Matsch, Schlamm und Schnee robben. Es gibt noch so viele Läufe die ich machen möchte – auch diese Perspektive treibt mich an!

Philipp: Björn war ein toller Interviewpartner und sehr sympathischer Mensch. Allerdings hat er Deutschland ja nicht durchwandert sondern ist ja richtig gelaufen. Lustigerweise habe ich mit Björn vor wenigen Tagen noch über ein kleines gemeinsames Projekt dieser Art geplaudert, das wir schon eine Weile als Idee im Raum stehen haben. Wir wollen uns laufend begegnen. Das heisst er wird von Neumünster Richtung Utrecht laufen und ich werde ihm entgegen laufen. In der Mitte werden wir uns treffen und dann evtl. gemeinsam wieder zu einem der beiden Startorte laufen. Da wir beide diese Sommer komplett verplant haben, müssen wir das erst einmal auf nächstes Jahr vertagen. Da will ich übrigens die Namibwüste durchlaufen. Rafael Fuchsgruber hat da eine sehr coole Gruppe gegründet die sich “little desert runners club” nennt und jeder kann ihr auf Facebook beitreten und sich mit vorbereiten auf die 250km lange Strecke. Es stehen also gleich zwei große Laufabenteuer nächstes Jahr an.

Besonders interessant fand ich eure Episode 41 mit André Kriwet, einem Schuhentwickler von Brooks. Was waren einige der spannendsten Erfahrungen oder Interviews, die ihr im Rahmen des Podcast erleben oder führen durftet?

Rene: Jedes Interview, dass ich im Rahmen vom Podcast gemacht habe, hatte etwas für sich! Zum Glück hatten wir noch keinen Gast, der mir unsympathisch war oder bei dem die Chemie nicht gepasst hat! Super spannend war natürlich das Interview mit Arne Gabius, der mit mir aus dem Trainingslager in Kenia geskyped hat! Rafael Fuchsgruber, der mittlerweile Stammgast bei uns ist, ist ein super Geschichtenerzähler und ich durfte ihn in der Zwischenzeit persönlich kennen lernen und er ist auch so ein super Typ! Die Interviews die Philipp führt höre ich mir auch jedes Mal mit Begeisterung an, das mit dem Ginger Runner fand ich unheimlich spannend! André von Brooks war auch ein ganz besonderes Ding, aber das zeigte sich schon, als wir ihn im Headquarter in Münster kennen gelernt haben. Ein Mensch der total für das Thema Laufen brennt! Es ist auch jedes Mal spannend, wenn man Hörer/innen trifft, das ist immer was ganz besonderes! Also an alle Hörer/innen kommt 2017 nach Utrecht! Es wird wieder ein Treffen mit mir und Philipp geben!

Philipp: Interviews sind immer eine tolle Sache, da ich mich z.Bsp. absichtlich nie vorbereite, da ich meiner Neugierde und meiner Laufleidenschaft voll vertraue und mit so tollen Gästen fällt das ja auch nicht schwer. Bei selbst geführten Interviews hat mir vielleicht neben dem Interview mit Andre das Interview mit dem “Ginger Runner” gefallen, da er den Verlauf seines ersten 160km-Laufs so spannend erzählte, dass ich im Kopf das Rennen praktisch am eigenen Leibe erlebt habe. Bei Interviews, die Rene geführt hat, hat mir das mit Arne Gabius und das mit Rafael Fuchsgruber am meisten Spass gemacht.

Gebt uns einen Ausblick über die nächsten Wochen und Monate im Leben der Fat Boys! Sind Highlights geplant auf die sich eure Hörer freuen können?

Rene: Es sind natürlich noch einige Sachen geplant, ich möchte noch einige Leute aus der deutschsprachigen Laufprominenz ans Mikro holen, aber auch mehr mit Hörer/innen machen! Eventuell eine Art Call-In-Show alá Domian! Das ist ein Thema, das mir persönlich schon seit Monaten im Kopf rum schwirrt. Wir haben noch lange nicht jede Geschichte zum Thema Laufen erzählt!

Philipp: Mein Highlight habe ich gestern um 2:41 Uhr morgens beendet. Das war der Finama in Karlsruhe. Ein 80km Nachtlauf und das bisher tollste Lauferlebnis meines Lebens. Ich bin noch immer total besoffen von den Glückshormonen und Eindrücken dieser Nacht und freue mich schon drauf die Tage Rene im Podcast all das erzählen zu können.

Hör doch mal rein bei den zwei nicht mehr so fetten Jungs 🙂 Sie sind bei Facebook, Instagram und natürlich auf ihrer Website zu finden.

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2 Responses

  1. Michael
    | Antworten

    Da hast Du ja mal ne ‘fette’ Blogempfehlung rausgehauen… Die Jungs lesen und hören sich sehr sympathisch und genaugenommen müsste man eine Fatboysrun-Crew bilden, denn bei deren Laufhistorie könnte man glatt die Namen tauschen und hätte meine… Nur das ich momentan nicht Ultra-ambitioniert unterwegs bin, sondern wieder für Berlin trainiere…

    • Mietze
      | Antworten

      die Jungs verkaufen inzwischen auch Shirts- und Cappys mit dem Logo:-) Vielleicht ist das ja was für dich.
      PS: Auch nen Marathon will gelaufen werden und jeder der das schon gemacht hat, weiss dass es lang ist und auch eine richtige Vorbereitung benötigt!

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