Der Weg zum 1. Marathon: Trainingsplan oder freihändig?

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Angekommen bei Teil 4 meiner Marathonreihe berichte ich euch heute etwas über die Wahl des Trainingsplans. Wie gewohnt gibt es ganz unten die Meinungen der zwei Marathonneuline Stadtpoetin und Sarah!

 

Eine große Frage des Marathondebütanten dreht sich ums Training! Sollte man sich an einen Trainingsplan binden oder quasi weiter machen wie bisher und einfach die Long Runs verlängern.

Trainingspläne

Entscheidest du dich für einen festen Trainingsplan, stellt sich die wichtige Frage: Welchen nehme ich überhaupt. Am besten ist sicherlich die Orientierung anhand deiner Halbmarathonzeit. Mit diesem Rechner, kannst du in etwa schätzen, in welcher Zeit du den Marathon laufen kannst. Anhand dieser Zielzeit kannst du dann auch einen Trainingsplan auswählen. Beim ersten Marathon sollte die Zielzeit allerdings nicht Ziel Nummer 1 sein, aber unterfordern solltest du dich im Training auch nicht, daher ist  ein entsprechender Plan schon sinnvoll.

Greif

Einer der wohl bekanntesten Trainingsplanautoren ist Peter Greif. Wer nach Greif trainiert musst recht hart im Nehmen sein, er fordert unglaublich viel im Training, sei es an Umfang, aber auch an Tempotraining. Für faule Socken ist das nichts. Selbst die Tempoeinheiten sind sehr lang und anstrengend! 7 x 35km Läufe stehen im direkten Marathontraining auf dem Plan, davon auch einige mit Endbeschleunigung. 17x400m Intervalle sind auch eine gefürchtete Einheit bei Greifjüngern! Fakt ist allerdings Greif macht schnell und bringt dich dabei an deine Grenzen. Für den ersten Marathon ist das aber vielleicht nicht gerade das geeignetste. Möchtest du es doch probieren findest du Greifs berühmten Plan hier. Möchtest du dir gleich die volle Dröhnung geben, kannst du das Jahresprogramm buchen! Hier ein Auszug aus der Regenerationsphase im Vergleich zur Trainingsphase

Runner’s World

Die Runner’s World Trainingspläne sind sehr zurückhaltend im Vergleich zu denen von Greif. In meiner Leistungsklasse (Marathon um die 4h) wird um die 3-4x pro Woche gelaufen, wobei einmal Tempo gemacht wird und am Wochende der klassische Long Run auf dem Plan steht. Die Besonderheit ist hier, dass die Long Runs nicht immer in Kilometern angegeben sind, sondern in Minuten. Das kann für ganz langsame Läufe gefährlich werden, denn diese, werden so vielleicht nicht mal 30km in der Vorbereitung laufen. Die magische Grenze von 30 Kilometern zu schaffen ist für viele aber eine mentale Erleichterung ist, so dass man gerade bei den langsamen Läufern überlegen muss zumindest einen Long Run zu verlängern. Je schneller die Zielzeiten, desto fordernder auch die Pläne. Rehspeck hat bisher immer mit den Runner’s World Plänen trainiert und ist so gut unter 3h gelaufen. Beim sub 3h Plan läuft man 6-7x Woche und macht auch 2 Tempoeinheiten.

RW

Steffny

Die Pläne von Herbert Steffny ähneln meiner Meinung nach denen von Runner’s World. Sie sind auch eher milde und schreiben in meiner Leistungsklasse 3-4 Läufe pro Woche vor. Steffnys Pläne gibt es meines Wissens nach nicht online. Er hat sein gesamtes Wissen in dem inzwischen als Standardwerk angesehenes Buch: Das große Laufbuch: Vom richtigen Einstieg bis zum Marathon zusammengetragen. Eine Zusammenfassung des Prinzips findest du auf der offiziellen Website.

Flextrainingspläne von Lauftipps.ch

Die Flextrainingspläne von Lauftipps.ch sind etwas interaktiver als ein fester Plan. Hier kannst du anfangs die Trainingstage festlegen und die auf dich zutreffenden Werte wie: Maximalpuls, Halbmarathonzeit etc eingeben. Laut Lauftipps sind die Pläne für Zielzeiten im Bereich von 3.10h – 5.00h geeignet. Persönliche Erfahrung habe ich mit den Plänen allerdings noch nicht gemacht.

Online gibt es natürlich noch viel mehr Anbieter von Trainingsplänen. Die bekanntesten sind wohl Jack Daniels, Galloway und Gotorun.

Klick dich doch mal durch und schaue ob was für dich dabei ist!

Freihändig – Ein Training ohne Plan und Verstand?

Ein freihändiges Training kann dich mit ein bisschen Sinn und Verstand sehr gut zum Ziel deines ersten Marathons führen. Da hier das Ziel sowieso nur ankommen sein sollte, kann man fast weiter machen wie bisher, so lange man sicher geht, dass man genug Long Runs integriert. Klassischerweise bietet sich auch hier das Wochenende für die längste Einheit der Woche an und so trainieren auch die freihändigen Läufer den Planläufern sehr ähnlich. Für das freihändige Training gibt es 2 klassische Regeln, die befolgt werden sollten.

  1. Steigere deine Wochenkilometer maximal um 10% pro Woche.
  2. Dein Long Run sollte maximal 50% deiner Wochenkilometer ausmachen und bis wenigstens 30km dauern.
  3. Baue regelmäßig eine Entlastungswoche in deinen Trainingsplan ein (je nach Bedarf alle 4-5Wochen)
  4. Maximal 1-2 Tempoeinheiten pro Woche
  5. Mindestens 1 sportfreier Tag pro Woche.

Das heißt natürlich nicht, das man mit weniger nicht durchkommt, aber ein gewisser Wochenumfang macht Sinn wenn man auf einen Marathon trainiert und die 10% Bremse, sowie die Entlastungswoche soll dich vor Verletzungen schützen.

Bei den Läufen unter der Woche hast du sonst die freie Wahl. Du kannst 3xlocker laufen oder aber auch Tempoeinheiten nach Lust und Laune einstreuen. Hier bieten sich Intervalle, Fahrtenspiele und Tempodauerläufe an.

Vor- und Nachteile des freihändigen Trainings

Vorteile eines freihändigen Trainings sind die perfekte Anpassbarkeit an deine eigene Tagesform und deinen Rhythmus. Du solltest aber schon einiges an Trainingserfahrung haben und in etwa wissen wie Trainingspläne gestaltet sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass du quasi ohne Druck trainieren kannst und dich durch einen festen Plan nicht stressen musst. Bei einem fertigen Trainingsplan sind die Trainings- und Entlastungstage meist fest gelegt und können aus trainingstechnischen Gründen nicht immer frei getauscht werden. So kann es mal passieren, dass man eine kraftraubende Intervalleinheit nach einem langen Arbeitstag auf dem Plan stehen hat. Ein fertiger Trainingsplan wird dich aber optimal fordern und wahrscheinlich auch zu einem besseren Rennergebnis bringen, da du hiermit immer den perfekten Trainingszreiz setzt um an Ende die beste Wettkampfleistung zu erzielen. Das ist nämlich ein deutlicher Nachteil des freihändigen Plans. Hier siegt bei bequemen Läufern oft die Faulheit und man läuft dann doch entspannt anstatt ein Tempotraining zu machen.

Alternative: Trainingsplan von erfahrenem Läufer gestalten lassenpencil-918449_640

Eine von mir geliebte Alternative ist einen erfahrenen Läufer um Hilfe zu bitten. Nach einigen Trainingszyklen, sei es für einen Halbmarathon oder Marathon, haben pfiffige Läufer meist grundsätzliches Wissen erlangt, das sie qualifiziert einen Trainingsplan für andere zu gestalten. Wichtig muss dabei aber auch die Selbstreflektion sein! Ich selbst traue es mir zu Trainingspläne für Läufer in meiner Leistungsklasse oder langsamer zu schreiben. Schnellere Läufer sollten sich dann aber auch an schnellere Helfer wenden um einen optimalen Trainingsplan zu erhalten.

 

Stadtpoetin sieht das ganze so:

Seit ich mit dem Laufen begonnen habe, orientiere ich mich an den Trainingsplänen von Dieter Baumann bei Runtastic. Es ist nicht so, dass ich mir mittlerweile nicht schon andere Pläne angeschaut habe, aber die Pläne sind mit einem eher niedrigen Laufpensum gut in meinen Arbeitsalltag integrierbar. Sie sind auch nicht sonderlich schwer zu verstehen und steuern zusammen mit der449708_224368066_Medium Runtastic App äußerst unkompliziert das Training.

Allerdings muss ich auch sagen, dass der Trainingsplan nur eine Grundlage für mich darstellt. 4x Laufen in der Woche, davon 1x Tempo und 1x LDL, stehen also fest. Ich ergänze das Training dann noch mit Technik- und Athletikübungen, anderen Sportarten und neuen Trainingsreizen. Gerade, weil ich auch in den Bergen laufen möchte, gehören Bergsprints oder Trailläufe im profilierten Gelände zum Pflichtprogramm. So werde ich im Juli eine Woche nach Tirol fahren, um dort zu trainieren. Darauf freue ich mich schon riesig!

Ich versuche auch immer, viel auf mich und meinen Körper zu hören. Was tut mir gut? Wie weit kann ich gehen? Und wie fühle ich mich heute? Wenn ich Lust habe, mich nach einem anstrengenden Tag auszupowern, dann mache ich das auch. Wenn es mir zu heiß oder zu schwül ist, dann laufe ich eben nur eine 7er Pace. Am Schwersten fallen mir am Trainingsplan noch immer die Langen Dauerläufe – nicht einmal körperlich, sondern eher mental. Da tut es mir gut, mit anderen zusammen zu laufen und mich auszutauschen. Auch wenn die dann mal mein Gejammer ertragen müssen. Fazit: Der beste Trainingsplan ist immer noch die eigene Motivation!

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Sarah ist inzwischen schon ins Marathontraining gestartet und hat einen Plan, der direkt auf sie abgestimmt ist. Wie es ihr damit geht, erfährst du hier:

Mein Beschluss, mit dem Laufen zu beginnen war recht spontan gewesen. Zwar habe ich sehr viel zum Thema Laufen gelesen, bin aber nie einem festen Plan gefolgt. Trotzdem hab ich meine Laufroutinen entwickelt. Also bestimmte Wochentage, die ich für mich persönlich als Lauftage festgelegt hatte und die mir auch heilig waren und sind und wo ich dann einfach für andere Dinge oder Menschen nicht zur Verfügung stehe. Sofern es sich natürlich nicht um einen Notfall handelt. Ich hab rein intuitiv meine Lauftage gestaltet. Da ich schnell gelangweilt bin, war für mich klar, dass ich nicht jedes Mal die gleiche Strecke oder die gleiche Distanz laufen kann. Sowas würde mich anöden. Aber das ist ja dennoch kein Trainingsplan, den ich mir da aufgestellt habe.

Seit ich mich auch verschiedenen Laufclubs angeschlossen habe, ist nochmal etwas mehr Struktur in meine Läuferroutine gekommen, da durch die Sessions Tag, Uhrzeit und auch Inhalt von außen festgelegt wurden und die ich nun flexibel nur noch insofern mitgestalten kann in dem ich entscheide, ob ich daran teilnehme, oder eben nicht. Trotzdem waren und sind das auch die Tage in der Woche, auf die ich mich freue.
Seit ich meine Zusage für den Berlin Marathon habe, habe ich mir dann aber trotzdem Gedanken gemacht, wie das so mit meinem Läuferleben weitergeht. Ich habe letztes Jahr an zahlreichen Laufveranstaltungen teilgenommen bis maximal 10k. Zwar hatte ich beim ein oder anderen Lauf schon den Ehrgeiz, ein bestimmtes Zeitziel zu haben, aber im Grunde, wenn es dann eben doch langsamer wurde, war das auch nicht so schlimm. Wichtig war für mich immer, dass ich die Distanz so oder so schaffen werde. Ob das nun ein paar Minuten mehr oder weniger sind, war da zweitrangig weil ich im Startblock wusste, dass ich ins Ziel komme und somit war ich zwar durch die Atmosphäre immer auch etwas aufgeregt aber immer sehr zuversichtlich.
Über die unterschiedlichen Laufcommunities habe ich allerdings schon auch mitbekommen, dass rings um mich herum viele andere Läufer nach bestimmten Trainingsplänen trainieren, weil sie entweder eben auch eine bestimmte Zielzeit erreichen wollten, oder einfach um gut vorbereitet zu sein, mehr Sicherheit zu haben für den Tag der Tage.
Auch ich habe mich schon durch diverse Trainingspläne gelesen und war davon meist sehr verwirrt und auch eingeschüchtert und letztlich auch einfach überfordert, mir da etwas rauszusuchen, was zu mir passt und für mich geeignet ist und deshalb hab ich dann am Ende die Bücher immer wieder zugeklappt und bin einfach so für mich weitergelaufen, wie ich es eben wollte.
Ich habe weiterhin meine Longruns gemacht und die Distanzen ausgeweitet und grade auf den langen Läufen hat man sehr viel Zeit um nachzudenken und ich habe mittlerweile schon ein paar Läufe rund um die 30km absolviert und diese Läufe waren es, die mich dann dazu bewogen haben, es doch mit einem Trainingsplan zu versuchen.
Denn auf diesen Läufen, auf denen ich, weil ich nicht besonders schnell laufe immer stundenlang unterwegs und wortwörtlich auf den Beinen war, bin ich oft an meine Grenzen gekommen und habe an mir gezweifelt, ob ich es denn wirklich schaffen kann, nochmal 12km mehr zu laufen. Aus dem Moment heraus gefragt hätte ich die Frage immer mit einem klaren Nein beantworten müssen. Mir tat dann die Hüfte weh, die Muskeln in den Oberschenkeln haben gekrampft und ich war dann, obwohl ich laufen liebe, immer froh, wenn der Lauf beendet war und in Bezug auf den Marathon war ich plötzlich verunsichert, ob ich mich nicht übernommen habe.
Und so habe ich vor ein paar Wochen einen persönlichen Coach Termin gehabt beim NRC, wo ich ja seit November regelmäßig mitlaufe. Wir haben über mein Zeitziel gesprochen bzw über meine eigenen Erwartungen.
Und über die hatte ich mir im Vorfeld Gedanken gemacht. Es ist ja mein erster Marathon und den möchte ich so gut und so angenehm wie möglich absolvieren. Und wenn das bedeutet, dass ich dafür langsamer laufe und länger brauche, dann ist das eben so. Aber ist mir lieber, als um eine Zielzeit kämpfen zu müssen. Ich finde, das sollte bei einem Debut nicht im Vordergrund stehen. Wobei das natürlich jeder selbst entscheiden kann. Und so habe ich nun eine voraussichtliche Zielzeit von 4 Stunden 30 Minuten geplant und danach ist nun auch mein Trainingsplan ausgerichtet.
Da ich etwas früher angefangen habe mit meinem Plan, werde ich wohl quasi zwei Pläne durchlaufen. Mein erster Plan wurde auf die Dauer von 8 Wochen konzipiert und ich starte jetzt in die 4. Trainingswoche. Pro Woche habe ich derzeit 3 feste Laufeinheiten (regenerativer Lauf, Speedrun, Longrun), wobei der Longrun jede Woche ansteht, der regenerative Lauf alle 2 Wochen und ich damit dann quasi alle 2 Wochen 2 Tempoeinheiten habe ( auch abwechselnd Intervalle oder Tempodauerläufe). Dazu noch Mobility und Stretching Einheiten 1-2 Mal die Woche.
Zusätzlich (also ausserplanmäßig, aber mit meinem Coach abgesprochen beim Erstellen des Plans) mache ich dann noch 2 Einheiten mit meinen beiden Laufclubs, die jeweils dann eher ein Bodyworkout im Fokus haben und vergleichsweise nur sehr wenige Laufkilometer.
Trotz also nur eigentlichen 3 großen Laufeinheiten, wenn man alles zusammennimmt schon auch ein voller Wochenplan, den es zu bewältigen gilt. Für mich ist das eine große Umstellung, obwohl ich ja bisher auch Routinen gehabt habe. Einfach, weil ich jetzt genaue Vorgaben habe. Da heißt es nicht nur, „geh laufen“, sondern ich hab eben meine Vorgaben für Kilometer und Tempo und das fällt mir echt ganz schön schwer mich an so viele Voragben zu halten und ehrlich gesagt fühle ich mich auch dadurch etwas unter Druck gesetzt. Obwohl so ein Plan ja nicht in Stein gemeißelt ist und mir auch keiner den Kopf abreißt, wenn ich den Plan nicht erfülle. Aber die eigene Erwartungshaltung ist es, die einen da irgendwie peitscht.
Jetzt grade, wo über Berlin der Sommer tobt, habe ich zum Beispiel große Probleme, meinen Trainingsplan einzuhalten, weil mir Hitze arg auf den Kreislauf geht. So musste ich zum Beispiel mein Intervalltraining letzte Woche abbrechen, weil es einfach nicht ging. Das war für mich sehr frustrierend, weil ich es ja gerne durchziehen wollte, aber man muss da auch vernünftig sein, und auf den Körper hören, denke ich.
Ich habe mich die letzten Wochen oft gefragt, ob ich mir selbst noch einmal so einen Stress machen würde, in dem ich nach einem Plan trainiere und eine eindeutige Antwort habe ich darauf noch nicht gefunden.
Wahrscheinlich hab ich persönlich einfach ein Problem damit, dass ich so viele Vorgaben habe und so mein Hobby und meine Leidenschaft mir gerade nicht mehr wie ein Hobby vorkommt, sondern wie eine Pflichtveranstaltung.
Das finde ich schade. Aber ich möchte dem Thema Trainingsplan dennoch eine Chance geben und werde zumindest jetzt noch für den Marathon versuchen, weiterhin nach Plan zu trainieren, denn nach 3 Wochen ist die Zeit wohl einfach noch viel zu kurz, um da ein richtiges Fazit für mich ziehen zu können. Auf jeden Fall fühle ich mich, was den Marathon angeht dennoch mit Trainingsplan sicherer und besser, als wenn ich weiterhin einfach so vor mich hinlaufen würde. Aber das liegt eventuell einfach auch daran, dass ich bisher noch nie die Distanz von 42km gelaufen bin und deshalb diese Selbstzweifel habe. Ich denke, sobald ich dann Ende September im Ziel stehe, sind diese Zweifel hoffentlich weggeräumt und der Druck schwindet dann wieder, so dass ich dann wie auch bei Laufveranstaltungen über kürzere Distanzen mit mehr Gelassenheit bei eventuell folgenden Marathonläufen an den Start gehen kann.
Mit welchen Art des Trainings hast du bei deinen Wettkämpfen gute Erfahrungen gemacht? Ich würde mich über ein Kommentar sehr freuen:-)

Alle Beiträge der Reihe zu deinem 1. Marathon findest du hier:

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14 Responses

  1. Andreas
    | Antworten

    Ich habe für meinen ersten Marathon auf die Greif-Pläne zurückgegriffen, was sich – trotz Verletzungspause im Sommer – als für mich richtig erwiesen hat.

    Was mir schwer fiel: die langen Läufe tatsächlich in der langsamen Gescwindigkeit zu laufen.

    Insgesamt war es die richtige Entscheidung für mich, so strukturiert die Sache anzugehen. Und der Trainingsplan kämpfte immer gegen den inneren Schweinehund.

    Was soll ich sagen, mein erster Marathon (Berlin 2016) liegt mit einer Minute unter meiner Wunschtraumzeit hinter mir, bis auf die Verpflegungsstellen durchgelaufen und keine großen Schäden. Was will man mehr? (Bis auf den Nudeltreff des Twitterlauftreffs …)

    Andreas

    • Mietze
      | Antworten

      Herzlichen Glückwunsch zu dem tollen Ergebnis. Ich kenne viele, die mit Greif richtig richtig schnell geworden sind, aber ich glaube man muss sich echt quälen können! Wenn man das kann, bringen die Pläne einen wirklich weiter.

  2. […] Tipps und Tricks für deinen ersten Marathon oder was man bei der Trainingsplanwahl beachten sollte gibts bei der Mieze, inkl. spannender […]

  3. Markus
    | Antworten

    Ich laufe schon immer ohne Plan und Verstand.
    Möchte mich auch nicht nach einem festen Trainingsplan bestimmten lassen. In meinem Leben würde das garnicht gehen da ich die Zeit garnicht habe.
    Aber als Neuling würde ich mit meiner Erfahrung schon auf etwas zurück greifen. Und nicht blauäugig einen Marathon laufen 😀

    • Mietze
      | Antworten

      hehe, aber du hast ja auch ein riesiges Lauftalent, wie ich finde. Genau als Anfänger sollte man sich schon an einem Plan orientieren. Man kann das ja immer abwandeln, aber so lange man sich nicht richtig damit beschäftigt hat, würde ich auch nicht nach einem selbstgeschriebenem Plan trainieren. Laufen ohne Sinne und Verstand führt bei Anfängern ja leider meist zur Überlastung….

      • Markus
        | Antworten

        Danke für die Verwendung des Begriffs Talent. Aber ich glaube ich habe einfach einen zu großen Sturkopf 😉

  4. Markus
    | Antworten

    Ich habe es hin und wieder mit echten Trainingsplänen versucht. Mal was aus einem Buch, mal runtastic. Aber ich kann und will mich nicht so 100% darauf einlassen. Daher bin ich jetzt eher ein Freihand-Läufer, versuche aber immer 1 Speed und 1 Langstrecke in der Woche zu machen. Die Langstrecke erweitere ich nach und nach, um vor dem Marathon dann 30/35km zu laufen.

    • Mietze
      | Antworten

      Das ist quasi das perfekte Beispiel für ein freihändiges Training mit Grips dahinter. 1xSpeed die Woche und einen immer länger werdender Long Run sind ja die Hauptbestandteile eines jeden Planes. Ohne direkte Vorgaben finde ich auch, hat man deutlich weniger Druck und kann mehr auf seine Tagesform eingehen!

  5. Daniel
    | Antworten

    Hallo Mieze,

    ich komme zwar von einer anderen Disziplin aber ich glaube im Ausdauersport ist das trotzdem vergleichbar. Ich habe mich von Beginn an (2006) sportmedizinisch betreuen lassen. Lückenlos mit Laktat- bzw. Spirometrie Tests und mit Unterbrechungen auch immer mit individuellen Trainingsplänen, die ich dann zu ca. 80-90% umsetze.

    Warum?

    Training soll Spaß machen aber langfristig auch besser. Und das geht besser, wenn man kontrolliert trainiert. Ich selbst arbeite im Schichtdienst und mir würde jetzt einfach die Zeit fehlen, auch meine Pläne selbst zu schreiben und zu recherchieren. Mein Wissen reicht bestimmt aus, damit das gar nicht so schlecht abläuft, aber einen selbst geschriebenen Plan vertraut man doch weniger als von einer Fachfrau(mann), bzw. zweifelt hier weniger an den vorgegeben Pensum, ob das so auch förderlich ist. Stichwort Unter-bzw- Übertraining.

    In der Zeit, wo ich meine Pläne selbst geschrieben habe, habe ich im Prinzip die Trainingspläne aus den Jahren davor zusammen gepuzzelt und mich daran orientiert. Ohne Plan wäre ich planlos und das wäre doch bei einer Disziplin, die knapp 80% der Trainingsressourcen im Grundlagenausdauerbereich verläuft kontraproduktiv und ich würde zu hart trainieren. Macht ja auch mehr Spaß. Aber gezielt hart zu trainieren macht mehr Sinn. Außerdem weiß ich nicht, ob ich nicht ohne langfristigen Plan (also auch dem Wissen, dass heute nach dem fünften Tag mit hoher Belastung zwei freie Tage kommen) eher und länger pausieren würde und den Kampf mit dem Schweinehund nicht eher aufgeben würde.

    Als Radsportler finde ich die Pläne in den BIKE Bravos immer etwas kurios, ich glaube so verallgemeinerte Pläne können mehr eine grobe Übersicht „was geht“ darstellen als individuell fördern, schließlich wird ja auf die individuellen Probleme nicht eingegangen.

    So far, Danke für den bereichernden Artikel.
    Daniel

    • Mietze
      | Antworten

      Hallo Daniel,
      danke dir für dein Kommentar.
      Lustig, dass du die kuriosen Trainignspläne aus den Zeitschriften ansprichst. Da liest man auch in der Runner’s World gern mal fragwürdige Dinge. Aber ja mit so einem Plan wird man nicht das beste Ergebnis herausholen, aber wahrscheinlich guten Gewissens ankommen. Mehr darf man da nicht erwarten.

      Das Trainingspläne besser machen sollen, stimmt so wahrscheinlich nicht immer. Ein Marathontraining macht mich nicht unbedingt besser, aber bereitet mich auf den eigentlichen Lauf vor. Viele wollen ja doch nicht immer Bestzeit laufen, sondern den Lauf entspannt geniessen, aber auch diejenigen brauchen einen Plan, eben nur mit anderer Zielsetzung!

  6. Thomas
    | Antworten

    Übrigens scheint das Kästchen für den Newsletter nicht zu funktionieren, also das unter dem Button „Kommentar absenden“. Hab da mal ein Häkchen reingesetzt aber ist nix passiert(?)
    LG Thomas

    • Mietze
      | Antworten

      oh mist, was denn da passiert. Ich schau mir das gleich mal an. Danke für den Hinweis! Melde dich einfach rechts für den Newsletter an. Das funktioniert!

  7. Thomas
    | Antworten

    Bei den Trainingsplänen könnte man evtl. noch Dr. Marquardt erwähnen, ist jetzt natürlich rein subjektiv, aber dessen Namen lese ich eigentlich auch sehr häufig wenn es um Pläne geht. Ich persönlich bin bislang noch ohne Plan gelaufen, werde mich aber spätestens im Herbst nach einem geeigneten für Halbmarathon umschauen (die Zielzeit weiß ich noch nicht). Bin vor knapp zwei Wochen das erste mal diese Distanz gelaufen, allerdings war das wohl in meinem Fall ein zu großer, abrupter Trainingsanstieg gewesen, weswegen ich momentan leider grad nicht Laufen kann 🙁 Mit ’nem richtigen Trainingsplan wär das womöglich nicht passiert (man überschätzt sich so leicht) …

    PS: Sarahs Text finde ich sehr sympathisch, gerade dieser innere Konflikt wenn zu dem Hobby dieses plötzliche Pflichtgefühl dazu kommt, das kann ich sehr gut verstehen.

    • Mietze
      | Antworten

      Hallo Thomas,
      jap stimmt Dr. Marquardt ist auch recht verbreitet. Es gibt noch einige, die ich nicht erwähnt habe. Gerade viele Apps bieten inzwischen auch Trainingspläne an!
      Ich wünsch dir gute Besserung! Ja, auch Überlastung kann durch den richtigen Trainingsplan vermieden werden, aber die Belastungsgrenze von jedem ist anders, daher kann man auch hier nur spekulieren! Das wird schon wieder und bald kannst du ins Halbmarathontraining einsteigen!

      Hehe, jap ich habe mich in Sarahs Worten auch gut wieder gefunden:-)

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