Mietze meets Eric von Schnelle Beine

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Durch Twitter lerne ich immer wieder neue und tolle Blogger und Sportler kennen. Eric von „Schnelle Beine“ ist so einer und da er immer ganz fantastische Rezepte postet, hab ich ihn schon länger in die Liste meiner Lieblingsblogs aufgenommen.

3. Leipziger Halbmarathon

Ganz trocken und nüchtern gesagt. 36 Jahre, verheiratet, 1 Sohn (das zweite ist unterwegs…psst 😀 ). Ich mache die Laufstrecken rund um Markranstädt und Leipzig unsicher. Sportlich war ich eigentlich schon immer. Begonnen hat es mit 6 Jahren im Turn- und Sportverein. Zwischendurch immer mal wieder ein paar Phasen ohne Sport bin ich nun seit 2008 Dauersportler und seit fast drei Jahren Läufer auf der Langstrecke. Seit August letzten Jahres betreibe ich einen kleinen Blog, in dem es im Hauptkern um’s Laufen geht.

Wer deinen Blog liest stolpert erstmal über deine Kraftsportvergangenheit. Wieso bist du zum Läufer mutiert und kannst du einer Sportart defintiv den Vorzug geben?

Ich bevorzuge mittlerweile definitiv das Laufen. Aber in meiner Brust schlagen zwei Herzen die sich auch gelegentlich hitzige Wortgefechte leisten. Ich bin froh den Kraftsport als Ausgleich nebenher zu haben. Gerade in Zeiten in denen es nicht so gut läuft, wie aktuell, flüchte ich mich ins Studio und gebe mich wieder voll und ganz dem Eisensport hin. Ansonsten versuche ich ihn so gut es geht ins Laufen zu integrieren und passe diesen Sport auch der Lauferei an. Begonnen hat das Laufen damals, neben dem Kraftsport, als HIIT-Einheiten, Treppenläufe, Bergsprints etc. um die Fettverbrennung anzuregen. Irgendwann sind die Strecken länger geworden und es hat mir mehr und mehr Freude bereitet mich lang an der frischen Luft zu bewegen, der Kraftsport wurde durch das Laufen verdrängt bzw. in eine andere Bahn gelenkt. Ich bin dann von 96 kg auf 82 kg runter, weil es sich damit einfacher läuft und so wurde ich mehr und mehr zum Ausdauersportler.

Ist dir ein Lauf besonders im Gedächtnis geblieben? Was hat ihn so besonders gemacht?

Im Prinzip gebe ich keinem meiner Wettkämpfe irgendeinen Vorzug. Oder anders gesagt – jeder bleibt anders im Gedächtnis. Sei es der Wettkampf nach einer Verletzung, einer mit neuer Bestzeit oder ein besonders ausgefallener. Irgendwie sind sie doch alle was besonderes.

Den Dresdner Parkhauslauf beispielsweise kann man locker in die Kategorie #allebekloppt einordnen. 23 Runden in einem Parkhaus, 4 Etagen hoch und wieder runter, insgesamt als Halbmarathondistanz. Da denke ich gern zurück.

Oder der Berlin-Marathon im letzten Jahr als mich meine Frau, mein Sohn und einige enge Freunde begleitet haben und mehrmals an der Strecke standen, jubelten und abklatschten. Das sind Gänsehautmomente, auch noch lange im Nachhinein.

Und im Anschluss an den Marathon der Leipziger Halbmarathon bei dem ich meine PB nochmal um fast drei Minuten verbessern konnte. Alles Veranstaltungen die sich ein Plätzchen in den Erinnerungen gesucht und verdient haben.

3. Geplagt von viel #mimimi in letzter Zeit kannst du derzeit wohl nicht so trainieren wie du es gern möchtest. Was möchtest du in diesem Jahr noch erreichen und welche Läufe stehen auf der
Agenda?

Leider schreie ich bei Verletzungen immer wieder laut “HIER”. Zur Zeit nervt mal wieder die Achillessehne und irgendwas am Knöchel. #mimimi habe ich darüber mittlerweile genug verloren, weswegen ich beschlossen habe für dieses Jahr erstmal keine Wettkämpfe mehr auf den Plan zu schreiben und es mit dem Laufen langsam angehen zu lassen. Der letzte große Lauf, der noch im Kalender stand, wäre der Berlin Marathon gewesen. Den habe ich nun schweren Herzens auch abgesagt. Ich möchte die Freude am Laufen wiederfinden, die in letzter Zeit etwas abhanden gekommen ist. Ich hatte mir zu viel Druck auferlegt – “Ich will dieses und jenes noch schaffen” – aber mit einem verletzten Körper ist es einfach zu riskant unbedingt noch Kilometer bolzen zu wollen, aber am Ende wird alles gut.

(Eric hat im Juni eine 3-2-1 Challenge ins Leben gerufen. Worum es dabei geht findest du hier!)

Mit deinem Post 50 Shames of Sport sprichst du wohl vielen Sportlern aus der Seele. Was ist dir schon nerviges passiert, das dir wirklich den Spaß am Sport verdorben hat?

So direkt passiert ist mir noch nichts. Es sind die kleinen Dinge die eigentlich zum besseren Miteinander beitragen sollte. Ob nun auf der Laufstrecke, im Fitnessstudio oder anderswo. Ich versuche die Dinge so gut es geht auszublenden. Leider klappt das nicht immer. Am meisten ärgert es mich immer wieder, wenn andere Läufer, denen man auf der Strecke begegnet, nicht grüßen. Da bekomme ich tatsächlich immer wieder einen dicken Hals. Ein Situation ist mir hier besonders in Erinnerung geblieben: Sonntagmorgen gegen 06:00 Uhr, kein Mensch weit und breit, es kommt mir ein Läufer entgegen, er sieht mich, ich grüße, er aber nicht zurück. Das hat mich sehr gewurmt.

Denke ich ans Fitnessstudio ärgert mich am meisten, wenn andere nicht aufräumen (Gewichte an ihren ursprünglichen Platz räumen) und stundenlang sinnlos Geräte belagern. Da sage ich dann auch mal was. Gerade im Studio wo viele Menschen auf engem Raum miteinander auskommen müssen, sollte ein wenig Rücksichtnahme an der Tagesordnung sein.

Wenn du mal nicht laufen kannst verarbeitest du meine 3 Lieblingslebensmittel (Schokolade, Bananen und Erdnussbutter) zu leckeren halbwegs gesunden Speisen. Was inspiriert dich immer wieder neue Sachen auszuprobieren und wie oft stehst du in der Küche um dir neue Kreationen einfallen zu lassen?

Das Gute am weniger laufen ist, man hat mehr Zeit zum Essen. 😉 Als ungelernter Hobbykoch im Selbststudium finde ich Inspiration in allem. Manchmal mache in den Kühlschrank auf und schaue was zusammenpassen könnte, oder ich “klaue” andere Rezepte und passe sie auf meine Bedürfnisse an. Dabei versuche ich es so einfach wie möglich zu halten und so wenig Abwasch wie notwendig zu produzieren. Ich versuche meist nur mit einem Topf oder einer Pfanne auszukommen und dabei so gesund wie möglich zu bleiben. Klappt nicht immer, muss es auch nicht. 😉

Dabei stehe ich fast jeden Tag in der Küche und koche für den nächsten Tag vor, allerdings sind das dann keine neuen Kreationen, außer ich habe tagsüber eine Eingebung, dann brennt es mir unter den Nägeln und ich muss das unbedingt testen. Oftmals bleibt es da aber nicht bei einem Versuch bis alles zusammenpasst.

Vielen Dank an Eric für dieses nette Interview. Wer Erics Rezepte auch mal nachkochen will, kann sich ja mal dran ausprobieren: Bananen-Erdnussmuss-Schokokekse und Proteinpudding. Oder wenn’s mal weniger gesund und mit Mannerschnitten sein darf: Mannertorte.

Möchtest du ihm folgen, dann schau doch auf seinem Blog Schnelle Beine vorbei und abboniere seinen Instagram-Channel.

Hiddensee

 

Folge Mietze:

Tierärztin

immerhungrige katzenverliebte fitnessverrückte Weltenbummlerin

  1. […] Die tolle Interviewreihe auf Boost the Miez findet eine Fortsetzung. Mietze meets Eric, der mit den schnellen […]

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