Flo beim Berlin Triathlon 2016

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Flo hat in den letzten Wochen fleißig für seinen Saisonstart auf der Triathlondistanz trainiert. Am letzten Wochenende stand er beim Berlin Triathlon am Start. Ob er sein Ziel von sub 1.15h erreichte, erfährst du hier!

Die letzten Wochen vor dem ersten Start

In den letzten drei Wochen vor meinem Start in die Wettkampfsaison und vor dem ersten richtigen Härtetest, standen viele Einheiten auf der Rolle und dem Laufband, aber auch endlich mal im Freiwasser an. Durch die tolle und problemlose Kommunikation per Mail mit meinem Trainer Marco von Tri2Teach, der den Plan immer wieder an meine Arbeitszeit und Schichtdienst anpasste, hatte ich das Gefühl gut gewappnet zu sein.

Leider heißt, wenig Zeit manchmal auch besonders knackige Einheiten im Trainingsplan. Um die notwendigen Belastungsreize zu setzen muss man sich schon mal anstrengen, denn wie man weiß:

“Von Nichts, kommt auch nichts!” :p

Somit gab es weiterhin das Training auf der Rolle, welches ich echt nicht mehr missen mag. Es ist schon sehr geil, bei Platzregen genüsslich Intervalle in der Küche zu fahren. Neben den Rolleneinheiten, welche sich mit der Zeit deutlich in der Form bemerkbar machten, gab es auch immer wieder anstrengende Intervalle beim Laufen. Meist absolvierte ich diese auf dem Laufband. Durch die Rücksprache mit Marco, war mir auch immer bewusst, wieso ich nun genau diese Einheit machen musste und wie sie meine Form beeinflussen würde.

Der Vorteil der Zusammenarbeit mit Marco und Tri2Teach, steht für mich ganz klar in der Flexibilität und dem Wissen, mit erfahrenden Athletentrainern zusammenzuarbeiten. Das sollte sich, dann nicht nur im Training, bspw. auf dem Laufband bemerkbar machen (so schnell, war ich da noch nie unterwegs), sondern auch beim Einstieg in die Saison.

BERLIN TRIATHLON 2016 Sprintdistanz

Der Berlin Triathlon hat 2016 Jubiläum gefeiert und ich durfte mit an den Start. Bei dieser Traditionsveranstaltung im Treptower Park gab der Veranstalter die verschiedensten Distanzen aus: Olympische Distanz (1,5/38/10), Sprintdistanz (750m/21/4,7), Supersprintdistanz (400m/12,6/2,5).

Ungewöhnlich ist dabei immer der Blick auf die Startzeiten. Ich sollte erst 13:45 Uhr auf die Strecke gehen. Das ermöglichte mir mal, im Gegensatz zu sonst, ein ausgiebiges Frühstück auf dem Balkon und mein Bike-Checking. Die Erklärung ist dabei einfach und sinnvoll. Der Radkurs verläuft auf einer 4,2km langen Rundkursstrecke und das Windschattenfahren ist erlaubt. Somit mussten die einzelnen Startwellen mit Abstand losgeschickt werden. Gleichzeitig war der Schwimmstart auch der Schwimmausstieg und um Stau und Gewusel zu vermeiden, wurde in Wellen gestartet!

Der Plan war also folgender:

  1. 750m Schwimmen: Umrundung der “Insel der Jugend”
  2. Wechselzone und Rad schnappen
  3. 5 Runden Radstrecke erobern
  4. Wechselzone: Rad weg und in die Laufschuhe schlüpfen
  5. Flitzen was das Zeug hält
  6. Ziel.

Die Wetteraussichten für den Sonntag (5.6.) sahen am Anfang recht vielversprechend aus, wobei die fast 30°C dann doch nicht meiner Wohlfühltemperatur entsprechen. Nachdem ich gegen 11:45 Uhr am Ort des Geschehens eintraf, bekam ich die unverhoffte Botschaft, dass alle Starts aufgrund von 70!!! Falschparkern auf der Radstrecke nun um fast anderthalb Stunden nach hinten verschoben wurden. Nun gut, konnte man nicht ändern. Zum Glück hatte ich eine Banane und POWERBAR-Waffel als Zusatzverpflegung dabei^^

Nach dem Einchecken in die Wechselzone, wechselte leider auch das Wetter….Sonnenschein, Gewitterwolken mit Blitz und Donner sowie die Ungewissheit, ob man die Badekappe nicht gleich aufbehalten sollte, begleiteten mich zum Start 😉 Zwischenzeitlich blieb auch noch ein wenig Zeit um Freunde anzufeuern und sich die Sonne mit Gleichgesinnten auf die Nase scheinen zu lassen.

  1. DISZIPLIN: SCHWIMMEN

Als einer der ersten im Wasser sortierte ich mich als doch recht guter Schwimmer etwas weiter vorne ein und hoffte, dass meine TomTom Multisport ihr GPS schnell findet und ich vor allem die gelben Bojen immer finde. Nach dem Startschuss konnte ich mich durch einen schnellen Startsprint hinter den beiden schnellsten der Welle einsortieren und mich somit aus dem großen Getümmel raushalten, welches manchmal einem Hauen und Stechen gleichtut^^ Generell war die Runde um die Insel gut, bloß meine Orientierung durch meine dunkle Schwimmbrille (die Sonne hatte sich dann doch hinter den nächsten Regenwolken versteckt) wollte nicht ganz so klappen. Trotz alledem erklomm ich nach knapp 14:30min den Schwimmaustieg mit einem leichten Krampf in der rechten Wade und dem Gefühl, das es besser hätte laufen können.

2. DISZIPLIN: RADFAHREN

Der Wechsel aufs Rad, nach der elend langen Wechselzone (knappe 350m) erfolgte blitzschnell und somit der Start auf die 5 Radrunden. Von Beginn an, hatte ich einen guten Druck auf den Pedalen, aber musste in Unterlenkerhaltung fahren, da mein Auflieger aufgrund des Windschattenfahrens nicht erlaubt war. Das hielt mich jedoch nicht davon ab, einen nach dem anderen einzusammeln und zu überholen.Ich baute mir einen kleinen Zug auf, wo ich mich auch mal für ein paar Meter im Windschatten erholen konnte. Wir flogen förmlich an allen anderen Radfahrern vorbei, was ein ziemlich geiles Gefühl war ;). Zu diesem Zeitpunkt war die Wetterlage dann doch sehr launisch, da zwischen strahlendem Himmel, Gegenwind und Platzregen alles dabei war. Leider waren die Krampfanzeichen nun in beide Waden gewandert, was mir das Unbehagen gleich auf die Laufstrecke zu gehen nicht leichter machte. In den 5 Radrunden habe ich aber deutlichst meinen Trainingsstand gemerkt, was mir mein Blick auf den Tacho und die Radzeit nur bestätigte. Meine per Hand gestoppte Radzeit lag am Ende der 21km bei knappen 35min, was einen knappen 37km/h- Schnitt bedeutete. Damit war ich mehr als zufrieden, wobei meine Euphorie durch meine Orientierungslosigkeit zum Wechselplatz gebremst wurde. Der klassische Anfängerfehler: Sportler sucht im Adrenalinrausch seinen Wechselplatz und Sachen^^ Das ganze dauert zum Glück gefühlt immer ewig länger als es in Wirklichkeit ist 😉

3. DISZIPLIN: LAUFEN

Nachdem ich das erste Mal barfuß in meine neuen Asics Noosa Tri 11 geschlüpft bin und gar nicht mitbekommen habe, dass mal wieder ein Platzregen herunter kam, gings nach kurzem Piepen an der Zeitmessanlage auf die letzten 4,7km. Meine Uhr zeigte mir 54min an, womit ich voll auf Kurs lag und sogar eine Zeit unter 1:15h möglich wäre. Die langen 1,5km entlang der Radstrecke habe ich gehofft, dass die Krämpfe in den Waden nicht zuschlagen und meine Gebete wurden erhöht. Mit nicht zu hartem Druck und einer höheren Schrittfrequenz lief es sprichwörtlich. Mental hat es dabei sehr geholfen, dass ich meine Radbegleiter (welche natürlich viel schneller gewechselt haben als ich und schon 300-400m enteilt waren) immer noch im Blick hatte und mich peu a peu herangearbeitet habe. Bei Kilometer 3 war es dann endlich soweit, dass ich trotz kurzzeitigen Seitenstechen, mich heran gelaufen hatte und meinen “Hasen” überholen konnte, da er meinem Tempo nicht mehr folgen konnte. Am Ende hätte die Laufstrecke auch gern noch ein wenig länger sein können. Das gute Gefühl sollte mich auch nicht täuschen, da ich die 4,7km in weniger als 20min (19:57min = 4,12min/km-Schnitt) laufen konnte.

Am Ende blieb meine selbstgestoppte TomTom bei 1:13:34h stehen, was mir ein dickes fettes Grinsen auf´s Gesicht zauberte ;). Die offizielle Endzeit steht, wie zu sehen bei glatten 1:13h, was mir den 37. Gesamtrang und den 6. Platz in meiner Altersklasse einbrachte ^^

Den Kuchen sowie Apfelschorle hatte ich mir dann auch erstmal verdient^^ Nachdem ich mein Rad mit Sack und Pack wieder aus der Wechselzone schob, gab es noch ein lockeres Ausradeln nach Hause (12km) sowie ein lockeres Läufchen (3,5km) um das angestaute Laktat, wieder aus den Beinen zu bekommen, was auch sehr geholfen hat. Die große Belohnung gab es dann am Ende des Tages in Form von einem leckeren Ofenkäse mit allem drum und dran und natürlich die wohlverdiente Dusche 😉

In dieser Woche heißt es nun erstmal Beine lockern und die CEP´s Tag und Nacht tragen, damit in der kommenden Woche es wieder losgehen kann, da die nächste Sprintdistanz im Rahmen des ITU Hamburg Triathlon am 16.07. weitere Highlights hoffentlich bereit hält.

Wer gerne selber ein paar Infos über Training oder Material haben möchte oder generell Fragen hat, braucht nur in Kommentarleiste zu schreiben, kann mir gern auf Instagram folgen oder gerne am 11.06. (11:28 Uhr) im RunnersPoint Ku`damm beim NIKE SpeedRun mitmachen, wo ich nun als Pacer immer mit dabei bin.

Ich leg dann mal die Beine hoch^^

Flo

Meine Freundin Mandy ist auch beim Berlin Triathlon gestartet. Leider hat ihr das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und eine der drei Distanzen musste ausfallen. Wieso sie trotzdem zufrieden war, kannst du hier erfahren:

Rückblick: 10. Berlin Triathlon 2016

 

  1. […] Flo beim Berlin Triathlon 2016 – 10. Juni 2016 […]

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