Mietze meets Rehspeck: Es war einmal….

eingetragen in: Blog, Kolumne | 6

Außer meinem Sportpensum und meiner übertriebenem Liebe für kleine schnurrende Vierbeiner, bekommt ihr auf meinem Blog eigentlich keinen großen Einblick in mein Leben. Doch nun hat sich etwas Bahnbrechendes ereignet.

Ich lebe nun nicht mehr alleine mit meinen 3 Katzen und mache einen auf Crazy Cat Lady. Der Rehspeck ist inzwischen bei mir eingezogen und nun heisst es erstmal sich aneinander zu gewöhnen und die Marotten des anderen kennen zu lernen.

Doch von vorn… getroffen haben wir uns auf der Berlin Marathonmesse 2014…wie passend! Edith von Running Zuschi lud zum Bloggertreffen ein um den Club 261 und den dazugehörigen Frauenlauf auf Mallorca zu promoten. Aus der ersten Quatscherei wurde echtes Interesse und nach und nach entwickelte sich eine Fernbeziehung daraus.

Regelmäßig von Berlin nach Graz oder Klagenfurt zu jetten hat definitiv einige Vorteile, mein Portemonnaie steckte das ganze jedoch nicht ganz so gut weg und so waren die Treffen doch recht limitiert, auf ca alle 6 Wochen. In der Zeit lernte ich den Rehspeck jedoch lieben und außerdem noch so andere Sachen…wie zum Beispiel Mannerschnitten:D

Einen Umzug von Österreich nach Deutschland innerhalb von 4 Tagen kann ich euch nach dem Himmelfahrt Wochenende nicht empfehlen. Mitternächtliche Pommes waren nötig um die Fahrt durchzustehen!

Schlafen ist in einem Sprinter quasi ein Ding der Unmöglichkeit und so tuckerten wir Mittwoch Abend von 19 Uhr bis zum nächsten Morgen um 5 nach Österreich.

Angekommen gab es 5 lausige Stunden Schlaf und dann begann das Wohnung ausräumen, Kisten packen und putzen. 2 ganze Tage haben wir gebraucht um alles abreisebereit zu bekommen und Samstag Morgen ging es nach 2 anstrengenden Tagen wieder zurück Richtung Berlin.

Angekommen um halb 10 Uhr abends fielen wir nur noch ins Bett um am nächsten Tag gleich wieder auszuladen. Gott sei Dank hatten wir genug Helfer, denn so richtig schwere Sachen konnte ich nicht mehr anheben. Unsere Umzugshelfer waren allerdings noch frisch und wir hatten den Sprinter nach nur 45min leer:D

2 Wohnungen zusammenlegen ist jedoch einfacher als es klingt und so argumentieren wir immer noch über die Zahl der benötigten Töpfe, Pfannen und Gläser und ich musste lernen, dass es Männer gibt, die eindeutig mehr Klamotten besitzen als ich.

Gleichzeit ist sowas doch sehr selbst reflektierend. Ich habe festgestellt, dass ich offenbar sehr viele Regeln habe, die ich allerdings nicht kommuniziere, was dann ab und an zu Reibereien führt.

Könnt ihr euch es vorstellen? Neulich hat er seinen Schlüssel an den ersten Haken des Schlüsselbretts gehangen, dabei weiß doch jeder, dass da nur meiner rankommt!!! 😀

Zusammen wohnen hat natürlich auch einige Vorteile. Die Fernbeziehung hat ein Ende, wir verbringen mehr Zeit miteinander, ich werde regelmäßig bekocht und muss mein Bett nun nicht mehr mit nur 3 Katzen teilen:D Ich hoffe, dass er auch ein bisschen was davon hat hergezogen zu sein :-). Meine Kochkünste haben ihn jedenfalls sicher nicht gelockt.

Folge Mietze:

Tierärztin

immerhungrige katzenverliebte fitnessverrückte Weltenbummlerin

6 Responses

  1. Julia
    | Antworten

    Liebe Judith, dass kenne ich nur zu gut. Mein Freund ist nach Weihnachten aus Norwegen zu mir gezogen. Es hat gut zwei Monate gedauert, bis wir uns richtig eingespielt hatten. Den ersten Monat arbeitete ich viel abends, mein Freund aber tagsüber. Wir haben ins kaum gesehen und das war doof. Im zweiten Monat habe ich dann meine Arbeitszeiten geändert. Nun hingen wir uns aber zu sehr auf der Pelle, was auch dem geschuldet war, dass er hier noch niemand so richtig kannte und sein Deutsch bis heute nicht so toll ist. Außerdem hatte ich anscheinend auch ein paar Regeln, die nur ich kannte…hach ja, die ersten Monate waren ganz schön nervenaufreibend. Aber wenn man miteinander redet, sich selbst reflektiert und die Balance findet, ist es wunderschön und war es wert, etwas zu kämpfen (es gab sicherlich den ein oder anderen Trennungsgedanken von beiden Seiten). Jetzt wo wir uns eingespielt haben, sind wir noch verliebter als am Anfang, was ich auch so noch in keiner Beziehung erlebt habe.

    Daher auf keinen Fall schnell aufgebene, sondern viel kommunizieren, Grenzen aufzeigen, Nähe zulassen und vor allem sich selbst als erstes glücklich machen anstatt den Partner. Wenn jeder auf sich selbst sehr gut acht gibt und das tut, was einem halt gut tut, dann ist die Beziehung auch glücklich 🙂

    Ich wünsche euch beiden alles Gute und besonders viel Liebe.

    Sonnige Grüße,
    Julia von http://www.derjogblog.com

    • Mietze
      | Antworten

      Hallo Julia,
      hui dann ging es ja bei dir auch echt spannend zu in letzter Zeit. Wir üben derzeit auch sehr an der Kommunikation. Wir sind beide eher zickig und da muss man mal durchatmen um wieder die Balance zu finden. Wenn es doch sowieso nur um etwas total unsinniges geht, lohnt sich der Stress ja auch nicht.
      Interessant, dass du so deutlich schreibst, erst sich selbst glücklich machen und dann den anderen. Ich glaube letzteres funktioniert auch nicht ohne ersteres:-)
      Ich wünsch euch beiden alles Liebe!

  2. Brennr.de
    | Antworten

    Schön! Alles Gute euch beiden! 🙂

  3. Dany
    | Antworten

    Ach Judith, daß hast du sehr schön geschrieben und erinnert mich irgendwie an meinen Umzug bzw. Zusammenzug vor 15 Jahren.. ? Und auch das mit den verschiedenen Marotten gab’s bei uns. ? Aber nur der Zeit rauft man sich zusammen, schafft dieses ab oder gewöhnt sich daran… ?
    Wünsche euch beiden ein glückliches und harmonisches Zusammenleben. ?
    LG Dany

    • Mietze
      | Antworten

      Vor 15 Jahren? Meine Güte, da habt ihr wirklich schon was geschafft und es gab sicher jede Menge Ups and Downs, vor allem mit Kindern:-)
      Wir bemühen uns auf alle Fälle und danke dir für deinen lieben Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich akzeptiere