Einmal futtern längs & quer durch den Spreewald – Der Spreewald Halbmarathon 2016

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07.30 an einem Samstag Morgen stand freudestrahlend die liebe Caro von Earn your Bacon vor meiner Tür. Im Gepäck hatte sie neben der guten Laune, aber auch noch einen Megapack Magnum Double Peanut Butter. Damit war ich dann wieder etwas versöhnlich gestimmt. Man muss aber sagen, dass sie deutlich wacher aussah als ich:D

Spreewald Halbmarathon

Um 10.00 Uhr sollte der Spreewald Halbmarathon in Lübbenau starten. Wobei es gar kein Halbmarathon werden sollte, sondern 22 lauschige Kilometer, quer durch einen Mix aus Wald, Paddelgebiet und Feldern.

Viel zu früh waren wir vor Ort und schauten uns erstmal eine Runde um. Die Startunterlagen erhielten wir innerhalb weniger Minuten und die altdeutsche Volksmusik lud nicht gerade zum Bleiben ein…

Glückliche Kinder und glückliche (pinguinliebende) Blogger

Im Startgebiet erblickten wir dann aber den Pingu von dem Pinguinbad Spreewelten. Nach lieber Nachfrage von Caro, war er zu einer kleinen Fotosession bereit:-) Mit der mussten wir uns allerdings beeilen denn kurz darauf liefen schon die ersten Finisher des Bambinilaufes auf das rote Tor zu. Hier gab es keine heulenden Kinder wie beim Linzer Marathon. Nur strahlende Gesichter und danebenlaufende ! Eltern, die genauso strahlten.

Direkt hinter dem Startbereich gab es ein kleines verstecktes WC Häuschen, welches wir gleich zweimal nutzen! Das ist wohl der Geheimtipp des Spreewaldmarathons. Hier standen beide Male nur eine Handvoll Läufer vor uns an.

Quer oder längs? Wie hättest du es gern?

Pünktlich 5min vor Start drängelten wir uns in den doch noch sehr leeren Startblock. Dieser Lauf sollte mein erster im Spreewald sein. Die liebe Caro hat schon ein ganzes Gurkenglas voller Medaillen, während ich mir hier endlich die erste verdienen wollte.

Foto 16.04.16, 09 55 41 (1)

Im Rahmen des Spreewald-Monats April kann man sich die hübsche Gurke auf viele Arten sichern. Ob skaten, Rad fahren, laufen, walken oder paddeln. Überall gibts ne Gurke mit jeweils andersfarbigem Blatt für die verschiedenen Distanzen. Doch uns ging’s vor allem um die Frage: Längs- oder Quergurke. Direkt zu Beginn konnten wir schon die Medaillen sehen und entdeckten den kleinen aber feinen Unterschied. Die einen Gurken waren quer aufgehangen, die anderen längs. Wir entschieden nicht ohne eine Längsgurke nach Hause zu gehen!!

Der Plan

Völlig ohne Erwartungen ging ich hier an den Start und setzte mich mit der Masse in Bewegung. Die Versorgung auf der Strecke beim Spreewald Marathon ist legendär und so schlossen wir schon einige Wochen vor dem Lauf den Pakt so viel Kuchen wie möglich auf der Strecke zu verputzen:D Ein Zeitziel hatten wir dementsprechend nicht, zumal Caro noch den Paris Marathon von vor 2 Wochen in den Beinen hatte. Es sollte 4 Verplegungs- aka Kuchenpunkte auf der Strecke geben und so liefen wir die ersten Kilometer völlig entspannt. Bei km 7 gab es dann allerdings nicht den erwarteten Kuchen sondern Schokoriegel! Auch nicht schlecht. Ich steckte mir ein Snickers ein und weiter gings.

Laufen, Laufen, Laufen

Die Wege im Spreewald sind typische Parkwege, waren aber durch das Wetter der letzten Tage ziemlich aufgeweicht. Immer wieder liefen wir über kleine niedliche Holzbrücken um die vielen Paddelstrecken zu überqueren. Hier kam es zu kurzzeitigen Staus! Weiter gings bis wir einen mit großen Betonplatten befestigten Weg stießen. Dieser war scheinbar endlos!! Erst kurz vorm Ziel wechselten wir wieder auf den inzwischen doch sehr matschigen Sandboden.

Auf der Strecke war es allgemein eher ruhig. Ich hatte das Gefühl, dass wir auffielen wie bunte Hunde, weil wir die ganze Zeit schnatterten. Es kamen aber auch sehr nette Gespräche zu Stande und 2 Damen vom Lauftreff Potsdam pacten uns für einen Großteil der Strecke. An den Verpflegungsständen kamen sie uns immer abhanden, weil wir offenbar etwas ausgiebiger dem Essen fröhnten, aber wir holten sie immer wieder ein.

Nomnomnom

Doch nun zum wichtigsten: Dem Kuchen. Am zweiten Punkt bei gut 12km war es soweit. Leckerer Sand?- Kuchen? Ich habe keine Ahnung. Er war saftig, leicht zu essen und hatte eine wunderbar süße Zuckerschicht oben drauf. Noch nie habe ich beim Wettkampf Kuchen gegessen, aber hey es geht. Das Snickers vom ersten Verpflegungspunkt trug ich immernoch mit mir. Da es hier Mars gab, tauschte ich kurzerhand die Riegelchen weil ich Mars viel lieber hab:-) Da um mich rum viele aus dem Kauen der Schokoriegel gar nicht rauskamen, verzichtete ich darauf und steckte es kurzerhand in meinen Flipbelt. Die viele Schokolade, Rosinen, Kekse und Gewürzgurken, die es sonst noch gab und ich verspeist habe erwähne ich lieber nicht. Dies führte auch zu einer etwas ruhigeren zweiten Hälfte. Ich war mir ziemlich sicher beim Kilometer 18 nicht nochmal zuzugreifen, denn meine Güte war ich satt. Doch auf einmal waren wir da und es gab ausgepackte Schokoriegel. Ich schwöre es, ich wollte eigentlich keins und hatte auf einmal schon abgebissen…Keine Ahnung wie das passieren konnte. Aber lecker war es schon:D

Super Streckenposten

Da es inzwischen angefangen hatte zu regnen, waren die Helfer hier vor allem damit beschäftigt, die Süßigkeiten vorm Ertrinken zu retten. Doch etwas später stand eine klasse Dreiergruppe, die ordentlich Stimmung gemacht hatte.

Das Ziel kommt immer näher

Immer ruhiger und satter liefen wir dann in Richtung Ziel….Caro erstickte zwischendurch noch halb an ihrer Schmalzstulle…genau, Schmalzstullen gabs auch:-) Wahrscheinlich waren wir nur aufgrund dieses lebensbedrohlichen Zwischenfalls so langsam:-) Denn nach gut 2.24.24h liefen wir zeitgleich über die Ziellinie. Am Ende wars nach meiner Messung, aber „nur“ ein Halbmarathon mit 21.13m. Aber da es auf den letzten 8 Kilometern durchgängig regnete, war das auch völlig in Ordnung so:-)

Auf dem Heimweg schauten wir noch beim Mc Donalds vorbei und füllten all die Kilocalorien auf, die wir verbrannt hatten und sorgten für ein deutliches Kalorienplus mit all dem Kuchen auf der Strecke:D

Spreewald? Ich komm gern wieder. Es war wunderhübsch und definitiv eine Reise wert.

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5 Responses

  1. Andreas
    | Antworten

    Da kommen Erinnerungen hoch! Der Spreewald-Halbmarathon ist wirklich schön, allerdings nichts für Bestzeiten. Und zwar nicht nur wegen der Kuchenstände, sondern auch wegen der diversen Brücken 😉 Soweit ich es in Erinnerung habe, ist er übrigens auch wirklich deutlich länger als die offizielle Halbmarathon-Distanz.

  2. Claudius
    | Antworten

    Wirklich schicke Bilder :-), diese machen Lust auch mal wieder in den Spreewald zu fahren……leider war ich während meiner Studi Zeit nahe des Spreewalds noch kein Läufer :-(….sonst hätte ich bestimmt auch so eine schicke „Quergurke“ in meiner Medailliensammlung :-))))..

    Wie läuft es sich eigentlich mit vollem Magen? 😉

    • Mietze
      | Antworten

      danke dir! Ui ja, du musst da definitiv nächstes Jahr mitlaufen!!!
      Ich sag dir voller Magen klingt besser als es wirklich ist:-)

  3. Laufwelt
    | Antworten

    Das hört sich doch nach einem super Lauf an! Ich muss aus zwei Gründen auch mal dort mitlaufen – erstens will ich auch so einen Gurkenmedaille und zweitens leckeren Kuchen unterwegs 🙂

    • Mietze
      | Antworten

      wie jetzt??? Du hast noch keine Gurke?? Unglaublich!! Jap nächstes Jahr!!! Definitiv

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