Kompressionskleidung von CEP im Mietzen-Test

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In der Laufwelt bzw. generell in der Welt des Sports gibt es einige Erfolgsrezepte, die zur besseren Performance und Regeneration beitragen sollen. Kompression ist eines dieser Prinzipien und die Firma CEP der wohl bekannteste Player für Kompressionsbekleidung auf dem Markt. Wir durften als Blog Kompressionssocken (Mietze) und Ultralight Shirt (Rehspeck) testen und wollen euch gern unsere Ergebnisse erzählen.

Wie funktioniert Kompressionskleidung

Kompressionskleidung soll die Durchblutung erhöhen, was Test auch bewiesen haben. Hier wurde bei Belastung eine bis 30% höhere Durchblutungsrate festgestellt als bei Sportlern, die keine Kleidung trugen. Diese Menge führt dazu, dass die Muskel besser mit Sauerstoff versorgt werden und damit länger Leistung bringen kann…die Beine werden also nicht so schnell schwer. Daneben wird bei der Bewegung auch die Muskelvibration verringert. Durch den erhöhte Fließgeschwindigkeit- und Menge des  Blutes werden auf Abfallstoffe schneller abtransportiert. Einen positiven Effekt auf Regeneration und Performance konnte auch von einer Metastudie der Universität Wuppertal festgestellt werden.

Kompressionskleidung ist jetzt aber nicht einfach irgendeine enge Hose oder Shirt,dass ihr euch anzieht, sonst könnte man ja einfach eine Nummer kleiner kaufen. Die Kompressionskleidung sorgt dafür,dass an den richtigen Stellen eures Körpers der Druck erfolgt, um eure Leistung zu steigern. Wie sich das anfühlt und ob wir davon was bemerkt haben…lest selbst

Kompressionssocken

Ehrlich gesagt halte ich Kompressionssocken für Schmu…, doch natürlich sprang ich vor 2 Jahren auf den Zug auf und musste diese 50€ teuren Socken von CEP unbedingt haben. Leider gab es sie nur in weiß und so lief ich wie ein typisch Deutscher mit knie-hohen weißen Strümpfen meine langen Läufe (okay ich hatte Laufschuhe an, keine Sandalen)…Nie habe ich dabei einen Unterschied gespürt, zu Läufen ohne Kompressionssocken. Eher fühlte ich mich unangenehm eingeengt. Plus: das Ausziehen nach dem Lauf erfordert eindeutig zu viel Energie, die bei mir nach 30km nicht mehr da ist.

Dann kam ich auf die Idee die Socken einfach zur Regeneration zu tragen. Huiii welch Erleuchtung…die sicherlich schon viele vor mir hatten:D Nach dem Laufen kann ich Kompressionssocken echt was abgewinnen. Ich habe das Gefühl man regeneriert besser. Ob das wirklich so ist? Keine Ahnung, aber der Placeboeffekt ist bekannt und sollte nicht unterschätzt werden.

Inzwischen trage ich allerdings lieber die Sleeves als die Socken, weil meine Fußform eher ungewöhnlich ist und mir so die Socken meist nicht richtig passen.

Ich war also gespannt auf die neuen Ultralight Socks von CEP. Was mir sofort auffiel, als ich die Socken in der Hand hielt, war das Gewicht. Sie waren deutlich leichter als mein vorheriges Exemplar. Außerdem war der Stoff richtig sanft auf der Haut. Die Socken sind nahtlos vernäht und die Wahrscheinlichkeit von Scheuerstellen dadurch vermindert. Der Fußteil der Socke ist leicht gepolstert. Die Socken bestehen zu 15% aus Polypropylen, zu 60% aus Polyamid und zu 25% aus Elasthan. 75% der Socke sind quasi Plastik…. 54.90€ für Plastik! Dafür sind die Söckchen in der Deutschland gefertigt und alle per Hand kontrolliert. Durch den speziellen Materialmix soll Feuchtigkeit besonders gut abgeleitet werden und der Kühlung der heißen Läuferbeine verbessert werden.

Leider muss ich euch enttäuschen. Gerne hätte ich von verstärkter Kühlung und trockenen Waden aufgrund der Socken berichtet…nur schwitze ich niemals so viel als dass meine Waden auch nur ansatzweise feucht wären:D

Was ich allerdings sagen kann ist, dass die Socken viel viel weicher sind als das Vormodell und auch das Gefühl auf der Haut schöner ist. Gerade der Sockenteil sitzt viel besser. Die große Erleuchtung über die Kompressionswirkung hatte ich beim Laufen allerdings immer noch nicht. Nur hinterher fühlen sie sich wirklich sehr gut an.

Ultralight Short Sleeve Shirt

Ich nutze schon länger Kompressionkleidung beim Laufen, speziell Baselayer wir Kompressionsshorts und Shirts. Gerade als ich vor 3 Jahren begann die Shorts zu benutzen, fand ich den Effekt bemerkenswert, da die Muskulatur nach dem Laufen schneller regenerierte. Bei den Oberteilen fand ich den Effekt merkbar, jedoch nie so ausgeprägt.

Aber nun zum Test: Das CEP Ultralight Shirt kommt in einer schwarzen Verpackung und besteht zu 67% aus Polyamid und 33% Polyester. Ich (177cm/67kg) hatte ein Shirt in Größe S bestellt und dachte mir beim Auspacken: “Hmm, das könnte eng werden”.  Doch es passte sehr gut, war nicht zu eng und auch nicht zu kurz. Ich hatte allerdings einige Mühe vorne und hinten auf Anhieb zu finden,denn nach einem Größenaufdruck im Nacken suchte ich vergebens. Im Bund stand auch nur “Made in Germany” und die Bestandteile aber nach einem Trial und Error hatte ich das Ding dann richig an :D.

Getestet habe ich das Shirt bei einem lockeren Lauf über 13km, 2mal Intervallen (um auch den Effekt der Abelitung von Schweiß zu testen) und bei einem 32km Lauf. Hier gibt es nichts zu bemängeln, die Kleidung tut ihren Zweck und leitet einerseits den Schweiß vom Körper weg und sorgt andererseits auch für eine ausreichtende Belüftung. Gerade bei meinem 32km Lauf fiel mir diese Eigenschaft positiv auf, ich fühlte mich trocken und dadurch wärmer im kalten Wind.

Das Shirt fühlt ich angenehm weich auf der Haut an, es kratzt und juckt nicht. Das liegt daran, dass es nahtlos verarbeitet wurde, was bei einigen Shirts der Mitbewerber nicht so ist. Zur Passform ist zu sagen, dass das CEP Ultralight Shirt im Gegensatz z.Bsp. zur Techfit Linie von Adidas oder der Pro Combat Linie von Nike minimal weiter und nicht so eng und lang ausfallen. Das hat den Vorteil, dass das Bockwurst-Gefühl, dass viele mit Kompressionskleidung und Baselayern verbinden wegfällt. Diese Unterschiede zeigen sich auch beim Gewicht des Shirts, dass den Namen Ultralight nicht umsonst trägt: Nur 57g wiegt das CEP Shirt in S und damit fast die Hälfte der Shirts der zwei großen Sportmarken (113g bzw. 117g). Das Shirt ist also leicht und angenehm zu tragen.

Unser Fazit

Wie ihr schon erahnen könnte waren wie beide angetan von der CEP-Kleidung. Beide Kleidungsstücke hatten nur einen leichten Kompressionseffekt, weshalb wir diesen nicht wirklich beurteilen können. Was uns positiv auffiel, sowohl bei Shirt als auch bei den Socken, war der angenehme Tragekomfort der Kleidung, welches durch die nahtfreie Verarbeitung entsteht. Dazu beeindruckte uns das leichte Gewicht, besonders Rehspeck meinte das Shirt fast gar nicht zu bemerken. In Sachen Anwendung,Verarbeitung und Tragekomfort gibt es von uns eine klare Empfehlung. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings der Preis-ja es handelt sich um sehr wertige Kleidung und alles wird in Deutschland produziert. Allerdings sind jeweils 50€ für Socken und Shirt ein nicht so kleiner Preis und könnten einige vom Kauf abhalten. Glücklicherweise gibt es aber bekannte Onlinehändler die die CEP Produkte auch führen und bei Sonderaktionen,kann man hier oft ein Schnäppchen machen und sich diese tollen Sachen nach Hause holen.

Vielen Dank an das Anti Aging Magazin, welches uns die CEP Produkte zur Verfügung gestellt hat.

Folge Rehspeck:

Key Account Manager

11 x Marathon Finisher,Immer und überall Läufer. 2:57h Marathon PB. Läuft 2018 in Valencia, Berlin, Kopenhagen. Running the Six: Berlin,Boston,Chicago ✔ NYC,LDN,TKY to be done.

2 Responses

  1. Julia
    | Antworten

    Leider passen mir die Socken von CEP nicht, da sie mir zu lang sind (ich hab so furchtbar kurze Beine)… 🙂
    Ich trage Socken von Falke – sowohl bei langen Läufen bzw. Tempoeinheiten als auch gelegentlich mal nach dem Laufen zur Regeneration.
    Ich fand die Dinger am Anfang auch hässlich, aber ich fühle mich damit gut und mittlerweile finde ich sie auch ganz modisch. Hätte nie gedacht, dass ich meine Meinung mal ändern würde.

  2. Jörg
    | Antworten

    Schöne Einschätzung zu den Kompressionskram- für Regeneration ganz brauchbar, ansonsten eher eine Modeerscheinung.

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