Protein – Shakes – Ja oder Nein?

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Erst vor ein paar Tagen offenbarte mir eine sehr gute Freundin, was sie alles an Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nimmt. Vitamine, Proteine, Lysin und weitere kleine Kostbarkeiten….

Ehrlich gesagt war ich etwas schockiert, denn wir sprechen hier von einer gesunden Frau, Mitte 30, die sich gesund ernährt und regelmäßig Sport treibt.

Das man mit Nahrungsergänzungsmitteln eine Menge Geld verdienen kann ist kein Geheimnis mehr. Gerade in der jetzigen Zeit, wo auch Paleo, Gluten und vegan in aller Munde sind, fragt man sich doch öfter was man eigentlich noch essen darf und was nicht.

Nahrungsmittelergänzung nötig?

Vielleicht mache ich mich mit meiner Meinung unbeliebt, aber ich habe die Erfahrung gemacht, das man mit einer guten deutschen Mischkost, seinen eigenen Bedarf sehr wohl decken kann. Relativ lange habe ich meine Ernährung mittels der App myFitnesspal kontrolliert und am Ende des Tages haben die großen Nährstoffgruppen eigentlich immer alle gepasst.

Was passiert im Hause Mietz?

Je nach Trainingsziel gibt es natürlich schon einige Dinge die man evt. ausprobieren sollte. Gerade als Ausdauersportler verwende ich ab und zu folgende Produktedrink-722061_1920

  • Energiegels
  • Energieriegel
  • Proteinshakes
  • selten Proteinriegel

Die Gels kommen nur im Wettkampf und der direkten Vorbereitung zum Einsatz. Energieriegel sind bei mir als Snack auch mal an einem normalen Tag drin. Ich habe mich total in Cliffbars verliebt. Die schmecken nämlich einfach klasse, sind vegetarisch und liefern viel Power! Man muss ja auch nicht gleich nen ganzen Riegel verputzen. Auch angebrochen halten sie sich noch eine Weile.

Proteinshakes gibt es bei mir manchmal als Mahlzeitenersatz. Meist nach ner späten Krafteinheit, wenn ich keine Lust mehr aufs Kochen habe. Derzeit probiere ich mich grad durch die Proteinshakes von MyProtein: Salted Caramell und Erdnuss Brownie haben es mir da doch sehr angetan. Mit Milch gemischt und noch ner Banane dazu haben sie einfach die perfekte Konsistenz. Aber auch ohne Banane, sind die Shakes sehr lecker und bieten sich als abendlichen Snack an, wenn es doch schon zu spät für ein großes Abendessen ist.Die Shakes von MyProtein schmecken auch nicht so penetrant nach Süßstoff.

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Proteinriegel kommen bei mir zum selben Zweck zum Einsatz. Bisher war ich da allerdings doch sehr zurückhaltend, weil ich mich mit der Konsistenz nicht anfreunden konnte. Dieses krisselige auf der Zunge….baergs.

Die einzige positive Überraschung waren die Proteinriegel von myLine und MyProtein. Vor allem Karamell-Erdnuss von MyProtein kann ich empfehlen. Den Proteincookie mag ich dagegen gar nicht. Er hat wieder diese typische krisselige Konsistenz. Dann doch lieber einen echten Chocolate Chip Cookie geniessen und den Proteinbedarf mittels Quark decken. Oben drauf krümele ich dann die leckeren Protein Balls von myProtein. Das ist nen echter Geheimtipp, denn die sind wirklich verdammt lecker:-)

Zum Abnehmen sind diese Produkte allerdings nicht unbedingt geeignet. Gemischt mit einem halben Liter Milch haben die Proteinshakes gut und gerne 300-400kcal, abhängig vom Fettgehalt. Auch die enthaltenen Kohlenhydrate in der Milch darf man nicht vergessen. Wenn man sich Low Carb ernähren möchte, sollte man die Shakes mit Wasser anmischen. Geschmacklich sind sie dann natürlich nicht mehr so gut. Auch die Riegel sind nicht geeignet, wenn man Abnehmen möchte. Je nach Gewicht schlagen sie mit 200-300kcal zu Buche.

Falls ihr eher zur süßen Fraktion gehört, könnt ihr euren Proteinbedarf auch mit den Pancakes decken. Caro von Earnyourbacon hat die getestet und war ganz begeistert!

Fazit

Insgesamt finde ich Proteinshakes für Ausdauersportler nicht unbedingt nötig. Aber mir schmecken sie und da ich sowieso kaum Fleisch esse, dienen sie mir als Proteinersatz, da ich mich eher kohlenhydratlastig ernähre.

Kraftsportler sollten an das Thema natürlich etwas anders heran gehen! Um Muskulatur aufzubauen ist ein erhöhter Proteinbedarf nötig.

Wollt ihr Riegel kaufen, haltet euch an folgende Regeln:

  • Mindestens 20g Eiweiss
  • Whey Protein enthalten (hochwertiger)
  • Mehr Proteine als Kohlenhydrate enthalten
  • Je weniger Zutaten, desto besser

Wie das genau funktioniert hat Mark von Marathonfitness hier für euch erklärt.

 

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18 Responses

  1. Roland
    | Antworten

    Sehr schöner Beitrag! Nahrungsergänzungsmittel sind auf keinen Fall ein Must-have aber ein Nice-to-have.
    Es gibt genügend hochwertige und günstige Nahrungsmittel, um den Eiweißbedarf zu decken. Beispielsweise Magerquark oder Hühnereier.
    Aber auf einen köstlichen Whey-Protein Shake nach dem Training möchte ich auch nicht mehr verzichten!
    Sportliche Grüße,
    Roland

  2. Tim
    | Antworten

    Super Artikel! Ich bin auch der Meinung, dass man nicht unbedingt Nahrungsergänzungen benötigt. Wenn man sich ausgewogen ernährt, können alle Ziele erreicht werden. Man muss nur wissen, in welchen Nahrungsmitteln was drin ist.

    • Mietze
      | Antworten

      jap das finde ich auch. Als Abendbrotersatz abends nehm ich allerdings doch ganz gerne nen Shake, weils einfach schnell geht und ne gute Zusammensetzung hat:-)

  3. Bianca
    | Antworten

    Was sollte man denn bei den Proteinshakes beachten? Ich habe einen, der schmeckt richtig lecker, er ist nicht von Whey… Woran erkenne ich, ob er gut ist? Günstig war er nicht 😉 liebe Grüße, Bianca

    • Mietze
      | Antworten

      Hallo Bianca, zu aller erst solltest du auf den Proteingehalt achten 80g/100g Pulver sollten es schon mindestens sein. Der Rest ist dann quasi nur noch Zugabe. Ob du eher tierisches oder pfanzliches Protein möchtest ist ganz nach deinem Geschmack wobei die biologische Wertigkeit bei tierischem besser ist. Das kann einfach besser im Körper verarbeitet werden, weil es dem menschlichen näher ist. Der Preis hat erstmal nicht zu viel zu sagen ehrlich gesagt. Worauf du noch achten kannst ist der Zuckergehalt. Auch hier gilt je weniger desto besser, schmeckt dann aber natürlich anders:-) Das spielt vor allem ne Rolle wenn du eher mit Wasser als Milch anrührst!

  4. Bei mir gibt es auch nur spezielle Riegel und Gels bei Wettkämpfen, obwohl ich in diesem Jahr auch mal natürliche Energielieferanten probieren wollte bei einigen Testläufen, also Nüsse, Beeren etc. denn theoretisch kann eine Hand voll Rosinen wahrscheinlich genau soviel wie ein Carb-Riegel.

    • Mietze
      | Antworten

      jup das seh ich auch so. Gerade Rosinen halte ich für ne klasse Alternative, aber mag ja nicht jeder!

  5. Eric
    | Antworten

    Einen Shake gibt es bei mir nach jedem Krafttraining gemischt mit schnellen KH und Wasser. Energieriegel mache ich mir in 95% der Fälle selbst. Nur beim Laufen greife ich zu Gels. Ein schöner Artikel mit der Kernausage „Weniger ist oft mehr“. Sollten sich viele zu Herzen nehmen. Gerade im Bereich des Kraftsportes wird mit Supplements nicht gespart und ob die alle nötig sind, dass bezweifele ich stark 🙂

    • Mietze
      | Antworten

      Hui wie machst du denn die Energieriegel? Ich mache mir manchmal selber Energieballs. Die sind aber so lecker, dass ich sie meist alle auf einmal futter….das ist dann eher schädlich für die Figur:D
      Ich finde auch, dass zu viel genommen wird. Ich denke auch ein Marathon ohne Energiegels ist ab einem bestimmten Tempo locker möglich. Früher gings ja auch!

      • Eric
        | Antworten

        Ich denke die Riegel werden ähnliche Bestandteile haben wie deine Balls. 🙂 Und wie bei dir halten die meist nicht lang 😀

  6. EarnYourBacon
    | Antworten

    Hehe, ja ich und meine Pancakes 🙂
    Die Proteinshakes sind nach unseren langen Einheiten meine Rettung! Und genau dieselben zwei Sorten sind meine Favoriten. Aber nach Krafttraining gönne ich mir zur Proteindeckung lieber ein saftiges Steak 😉

  7. rosemachts
    | Antworten

    Hallo Mietz,

    sehr schöner Beitrag.
    Ich hatte selbst für eine kurze Weile Sojaproteinshakes genutzt, als ich mich durch den Bogensport mehr mit Krafttraining beschäftigt habe. (Für über 100 Pfeile im Training braucht man schon etwas Wuff in den Schultern.)
    Seit ca 1/2 Jahr nutze ich das aber nicht mehr oder sehr selten. Ich habe seit dem auch etwas an der Ernährung geschraubt, um auf konventionellen Weg an mein Protein zu kommen. 😉
    Wenn es zwischen Arbeit und Sport zeitlich eng wird mit Essen, greife ich gerne auf die Kohlehydratreichen Riegeln zurück. Cliffbar liebe ich auch, und die Bevor-Training Riegel von Powerbar sind auch lecker.

    • Mietze
      | Antworten

      uh Sojaproteinshakes habe ich erst einmal bei ner veganen Freundin getrunken. War an sich ok, aber da Soja so ein potentes Allergen ist probier ich das zu meiden. Ich reagier auch recht schnell mit der Haut und das will ich eher vermeiden:D

  8. Christiane
    | Antworten

    Ich halte es da ganz ähnlich. Ab und an so ein Shake gerade im Studio oder nach einem Longrun finde ich einfach lecker. Ansonsten viel Magerquark und Harzer Käse. Ich habe auch immer eher Probleme, auf meine Eiweißzufuhr zu kommen, da 90% vegetarische Ernährung.
    Pillen schlucken… nö. Nur, wenn wirklich ein Mangel diagnostiziert ist.

  9. Mark
    | Antworten

    Dank Dir fürs verlinken und ein sportlicher Gruß!
    – Mark 🙂

    • Mietze
      | Antworten

      danke dir für deinen schönen Blog:-)

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