Serie Laufcommunities – Adidasrunners (ehemals #boost)

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Vor kurzem haben wir euch in unserer Miniserie den NRC vorgestellt. Auch Adidas ist mit #boostberlin seit Mitte 2014 in Berlin vertreten und bietet im Gegensatz zum NRC eine Laufcommunity, bei dem der Fokus mehr auf das Gemeinschaftliche gelegt wird.

Boost Laufcommunities by Adidas

Seit dem Herbst 2014 engagierte sich Adidas mit #boostberlin im Bereich des Social Running. Gestartet mit 400 Membern ist die Community nun über 1000 Läufer stark, die in 6 Kiezen mit jeweils 2 Hosts organisiert sind. Mittlerweile hat Adidas das Konzept auch auf andere Städte erweitert. So starteten im Herbst 2015 mit #boostmunich, #boostfrankfurt und #boosthamburg die ersten deutschen Schwestercommunites. Wir Österreicher, oder besser die Wiener, haben seit Sommer 2015 mit #boostvienna eine eigene Adidas Präsenz am Donaukanal (inklusive stylischem Automat zum Schuhtesten).Direkt daneben steht noch der schicke Container mit Umkleidekabinen mit Snacks und Getränken (Bilder hier) direkt beim Badeschiff.

Der Urvater aller Boostcommunties ist jedoch #boostparis. Es zählt heute mit 20.000 (!!!) Membern zur größten Community.

 

Wie kommt man rein, was passiert da:

Aber zurück nach Berlin: Die Mietze ist seit Frühjahr 2015 bei #boostberlin, ich bin seit Herbst Mitglied. Die Anmeldung erfolgt über ein Onlineportal.

Die 6 Kieze bieten über jenes Onlineportal regelmäßig Läufe an, für die man sich einfach online anmelden kann. Bei jedem Lauf ist die geplante Strecke, Distanz, Treffpunkt und das Angebot von verschiedenen Pacegruppen mit einem Blick überschaubar. Nach 4 Läufen in den ersten 4 Wochen ist man „vollwertiges“ Mitglied und erhält sein Welcome Package bestehend aus Shirt, Leuchtarmband und Trinkflasche. Es gibt immer wieder diverse Badges zu erwerben: z. Bsp. für eine gewisse Anzahl von Läufen in einem Zeitraum, die dann auch mit einem Goodie belohnt werden. Einmal im Monat findet der Communityrun statt. Hier kommen Läufer aus allen Kiezen zusammen und Berlin wird im Rudel erobert. Ziel war hier immer das boostloft, wo man den Abend bei Essen (Pizza,Pasta usw) Drinks und Gesprächen ausklingen lassen konnte. Ich war schon 3 mal dabei und es war jedes Mal wieder ein Highlight.

Ein besonders Prunkstück ist der Boostbus, ein umgebauter Linienbus aus den 70ern, der als rollende Unterstützung der Läufer vor Ort bei ausgewählten Läufen und Events ist. Im Boostbus kann man auch die neuesten Schuhe testen. Außerdem gibt es Obst und Getränke.

Neues Jahr: Neues Headquarter, Neue Angebote, Neuer Name

Bisher hatte die Community mit dem Boostloft schon eine Hammerlocation für Events, aber da #boostberlin immer größer wird, gibt es seit Dezember, mit der RunbaseBerlin, ein neues Headquarter für die Läufer. Die Runbase liegt am Schleusenufer 4 in Kreuzberg in der Nähe der Arena Berlin (zw. Treptower Park und U Schlesisches Tor) und bietet alles was das Sportlerherz begehrt. Es werden sowohl Workouts als auch Läufe angeboten.Vor Ort gibt es Umkleiden und Duschen und eine Köchin sorgt mit Rawfood dafür, dass man die Speicher nach dem Sport wieder wertvoll auffüllt. Demnächst kommt auch ein Studio für Yoga dazu. Das aktuelle Programm findest du immer auf der Facebook-Seite der Runbase.

Einher mit dem neuen Headquarter geht ein neuer Name: #Boostberlin wird in AdidasRunners umbenannt. Die Community wird zentraler und professioneller organisiert, soll aber trotzdem den lokalen Charakter beibehalten (O-Ton Adidas). Katharina Hoffmann vom Runpack Berlin wird sich darum kümmern die Fäden zusammenzuhalten.

 

Stimmung (rein subjektiv):

Bei Boostberlin geht es eher familiär zu – Ich denke dazu trägt die Organisation in Kieze und die Betreuung durch die Hosts bei. So hat man auch als Neuling direkt einen Ansprechpartner. Man kennt die Leute aus dem eigenen Kiez gut und bei Communityruns lernt man auch schnell die der anderen kennen. Dazu sind die Hosts sehr bemüht, dass auch Treffen abseits des Laufens stattfinden. Es entsteht hier doch ein echtes Zusammengehörigkeitsgefühl und dadurch wirkt es ungezwunger als bei anderen Communitys.

Einziger Kritikpunkt ist, dass die Boosties gerne etwas schnell laufen, was für einige Teilnehmer bedeutet, dass sie am Ende des Felds dahintrotten müssen. Das hat sich seit meinen ersten Läufen mit #boost schon sehr gebessert, passiert aber leider weiterhin. Die Hosts wissen das aber und haben mir auch nochmal versprochen, mehr darauf zu achten.

Es wird spannend zu beobachten, ob Adidas den Spagat zwischen einer zentralen Steurung und dem lokalen Charakter schafft. Das Risiko durch eine zentralisiertere Steuerung das Gemeinschaftsgefühl,dass bei Boost immer prägend war zu stören ist hoch. Auch Nike hatte damals bei der Tranistion von den 789 runners zum Nike+ Run Club damit zu kämpfen. Es ist zu hoffen, dass Adidas aus den Fehlern des Mitbewerbers gelernt hat.

 

Wenn auch du Mitglied von #boost werden willst dann melde dich doch einfach an und ich hoffe wir sehen uns dann schon bald bei den Läufen 😉

Folge Rehspeck:

Key Account Manager

11 x Marathon Finisher,Immer und überall Läufer. 2:57h Marathon PB. Läuft 2018 in Valencia, Berlin, Kopenhagen. Running the Six: Berlin,Boston,Chicago ✔ NYC,LDN,TKY to be done.

11 Responses

  1. […] hat ein bisschen gedauert, aber wir hatten euch im Dezember im Rahmen unsere Laufcommunities Serie versprochen, dass wird uns aufgrund der Änderung von BoostBerlin zu Adidas Runners nochmals […]

  2. Sandra
    | Antworten

    Ich finde es einfach nur frustrierend, vor allem bei den adidas Runners eine Gruppe zu finden, die nicht so schnell läuft. Ich bin gerade sehr unfit und würde dennoch gerne in der Gruppe laufen. Das Angebot von adidas Runners klingt interessant, da es viele Läufe gibt. Immerhin werden mittlerweile die Paces angegeben (in der Facebook Gruppe, nicht auf der Website), aber die Kommunikation ist dennoch etwas unmotivierend. Ein „Fun Run“ für alle in sehr lockerer Pace wird mit 5:40 Pace angegeben. Beim „Kick off“- Lauf mit FluxFM wurde gar keine Pace angegeben, erst auf Nachfrage in der Facebook-Grukppe hieß es dann, 5:50-6:15, „wenn Du diese Pace nicht halten kannst, dann ist dies möglicherweise nicht Dein Lauf“. Ich verstehe, dass man vielleicht als große Gruppe zusammenbleiben will, dass es zu viel Organisation wäre, mehrere Pace-Gruppen zu bilden und dass eine große Gruppe „schöner aussieht“. Bei mir kommt es aber irgendwie so an, dass man nicht als „lahme Hausfrauenjoggergruppe“ rüberkommen mag und deshalb die langsameren Paces bewusst weglässt. Im Übrigen finde ich die Kommunikation schon schwierig, denn für jemanden, der mit einer 7er Pace angefangen hat und jetzt stolz auf seine 6:30 ist, klingt es alles andere als motivierend wenn 5:40 als recht locker und langsam angepriesen wird. Ja, dann sei es eben so, dann ist adidas Runners Berlin wirklich eine Community für Fortgeschrittene – was ja auch völlig ok ist, allerdings sollte das dann auch deutlich so mitgeteilt werden. Rant over.

    • Mietze
      | Antworten

      ich verstehe genau was du meinst. Übrigens geht das ja nicht nur Anfängern so. Meine Mädels und ich laufen schon jahrelang und hängen eben auch meist bei unser Wohlfühlpace von 6.30 rum. Klar gehts auch mal schneller, wenns dein sein muss, aber das ist dann eben nicht mehr sehr kommunikativ.
      Ja ich denke Boost richtet sich eher an die Perfomance Leute, die eben wirklich auf Leistung und Tempo aus sind. Wir Normalos sind da ein bisschen fehl am Platz. Warst du denn inzwischen mal bei Runners World? Ich bin heut und morgen dabei. Komm doch auch!

  3. […] genug musste ich enttäuscht von Läufen bei Boost oder NRC heimkommen, denn wieder einmal wurde die Pace nicht eingehalten oder ich gar ganz im Regen […]

  4. EarnYourBacon aka Caro
    | Antworten

    Ich war gerade schon soweit, mich doch einmal aufs „Rudellaufen“ einzulassen. Gerade auch das Angebot der Yoga-Stunden finde ich toll. Leider steht auf der Anmeldeseite noch immer die Vertröstung auf den Season Opener 2016. Wann auch immer der sein soll. Eine Möglichkeit, sich informieren zu lassen, habe ich nicht gefunden 🙁

  5. […] letzten Teil unserer Serie zu Laufcommunities wollen wir euch nach dem NRC und den Adidasrunners noch einige Communities vorstellen, die auch in Deutschland und Österreich zu finden […]

  6. René
    | Antworten

    Hallo,

    ich hatte es bereits im letzten Jahr probiert Mitglied zu werden, war nicht möglich, Begründung wurde nicht angegeben, man wurde lediglich gefühlt auf eine Warteliste gesetzt. Auch beim heutigen Versuch kommt man erst gar nicht weit, es kommt die Meldung „Registration has been disabled. Please wait for the season opener in 2016.“, Na dann warte ich mal weiterhin…

    VG René

    • Rehspeck
      | Antworten

      Hallo Rene,

      stimmt, im Letzten Jahr saß ich selber auf der Warteliste. Der Grund war,dass #boost damals noch in der ersten Phase war und dann erst wieder mehr Leute aufgenommen hat. Ich hab mich dann im Spätsommer beworben und es war kein Problem.
      Aktuell dürfte es eben daran liegen dass #boost bzw. die Adidas Runners meines Wissens mit 1.2. wieder starten und auch da die Anmeldung für neue Member wieder öffnet. Dann sollte es aber mit dem Platz kein Problem sein 😉

  7. Daniel
    | Antworten

    Danke für den Einblick, da guckt man schon etwas neidisch aus der Provinz in die große Stadt 😉
    Allerdings muss man das ja auch mögen.

    Ich finde es spannend was da passiert, vor allem weil es ja den großen Marken durchaus etwas Wert ist, was da auf die Beine gestellt wird.
    Weiterhin viel Spaß euch beim laufen und haltet uns auch auf den laufenden … ich denke gerade wenn Veränderungen anstehen ist es interessant zu sehen, ob die gewollten Ziele erreicht werden können.

    • Rehspeck
      | Antworten

      Hallo Daniel,

      ich hatte in NRC Post schon geschrieben, dass man auch ein bisschen dieser Gruppenlauftyp sein muss um diese Angebote zu nützen. Ich streu das immer dosiert ein, einfach weil es oft einfacher ist, seine Einheiten (grade mit nem Plan) selber abzuspulen. Aber hin und wieder tut diese Social Running doch gut.

      Über die Änderungen werden wir defintiv berichten, die neue Saison startet ja erst in 2 Wochen und dann wird sich zeigen, ob die Wünsche und Ideen, die man so im Vorfeld gehört hat auch wirklich wahr werden…

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