Laufen im Süden – Entlang des Wörthersees bei Kärnten Läuft

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Mein letzter Blogpost hier liegt ja schon etwas zurück, damals berichtete ich vom Marathon in Hamburg. Da ich mich aktuell auf die Tour de Tirol, einem 3-Tagesrennen im Oktober mit 3500 Höhenmetern vorbereite, gab es aktuell auch nicht so viel Spektakuläres zu berichten. Ich folge einem 3h Marathon Plan und baue eben immer wieder Läufe mit Höhenmetern ein, um dann im Oktober bereit für die Eroberung der Berge (also österreichische und nicht berliner :D) zu sein. Nun habt ihr mitbekommen, dass Mietze in Klagenfurt zu Besuch war und sich auch sportlich betätigt hat. Leider reiste sie zu früh ab, um beim traditionellen Halbmarathon entlang des Wörthersees zu starten und so musste ich alleine ran.

Ein Halbmarathon im Süden im August – Das ist Kärnten läuft!

Kärnten Läuft ist ein mittlerweile zum 14.ten mal stattfindendes 3-tägiges Laufevent in Klagenfurt am Wörthersee, bei dem man jeweils über 4,2km am Fr. bei einem Nightrun, bei dem auch die besten Kostüme prämiert werden, bzw. Sa mit seinem Hund beim Dogging oder dem Frauenlauf antreten kann. Sonntag startet man dann über die Viertelmarathon Distanz von Pörtschach am Wörthersee nach Klagenfurt oder eben beim Halbmarathon von Velden nach Klagenfurt. Ich habe den Lauf lange gemieden, da es mir immer zu warm war, bis man mir 2013 den Start zur Promotion schenkte – und in dem Jahr waren es prompt wieder mal 25 Grad am Start um 8.50h. Letztes Jahr lief ich dort meine bisherige HM-Bestzeit von 1:24:57h danke des mauen Sommers bei angenehmen 13 Grad. Heuer war mir klar, dass das nicht wiederholbar wird, einerseits durch das schöne Wetter (15 Grad und Sonne beim Start) und andererseits durch den Trailfokus im Training. Trotzdem ging ich vertrauensvoll an den Start, eine Sub 1:30 sollte immer noch möglich sein

Sonntag war also Tagwache um 6h, dann Frühstück, Sachen einpacken (Badehose für den Sprung in den See danach nicht vergessen) und mit dem Rad zum Strandbad und von da mit einem der extra fahrenden Shuttlezüge an das andere Ufer des Wörthersees nach Velden. Der Zug war gut gefüllt, ich quatsche mit den Leuten gegenüber noch über die Schönheit des Wörtherseetrails in 3 Wochen und schon waren wir in Velden.  Kurzer 10min Spaziergang zum Start am Schloßhotel, wobei die Menge immer größer wird, dann gegen 8.25 die Sachen abgegeben und ein bisschen Lauf ABC und warmlaufen. Gegen 8.45 hüpfe ich in die Startaufstellung, nachdem ich vergeblich meinen Bekannten, der bei den österreichischen HM-Meisterschaften startet, gesucht habe. 5min,4min,3min,2min – nochmal Schuhe binden,1min und das Elitefeld rast los. Letztes Jahr erzielte Geoffrey Ronoh hier mit 59:45min die schnellste je in Österreich gelaufenen HM-Zeit, er startet wieder vorne. Nach 2min Wartezeit erfolgt noch ein Schuss und die Starter der HM-Meisterschaften und wir dürfen auch los.

Neue Strecke und leider wieder warm

Die ersten KM sind wie immer eine Suche nach dem Platz, es geht aber diesmal sehr schnell und so nach etwa 2Km habe ich mein Umfeld und mein Tempo (4:02 pace) gefunden. Es geht auf der Bundesstraße am Kraftwerk Forstsee vorbei, die Unterführung beim Bad Saag und dann weiter Richtung Pörtschach – zur rechten Seite immer der Wörthersee. Die Veranstalter versprachen heuer “noch mehr See geht nicht” und führten 2 Änderungen an der Strecke ein. Die verhasste oder geliebte (je nachdem,wen man fragt) Schleife mit Wende in Krumpendorf bei km 15 wurde gestrichen und dafür sollte es in Pörtschach entlang der Promenade einmal um die Halbinsel gehen und auch in Krumpendorf sollten wir durch den Kurpark direkt am See entlanglaufen. So lief ich gespannt Pörtschach entgegen und merkte dass mein Schnitt langsam Richtung 4:06 stieg, mir war einfach warm. Ich versuchte jeden Schatten mitzunehmen, aber davon gab es nicht so wirklich viel und der kleine Anstieg bei Pörtschach machte mich auch nicht schneller. Daher verworf ich meine letzte klitzekleinen Hoffnungen auf ne PB und dachte mir “Okay, dran bleiben, ev. bei km 16 noch mal Gas geben”. Einstweilen hatten wir Pörtschach erreicht, liefen entlang der Promenade und ja, mehr See geht da echt nicht, durch die 10Km Markierung, ich hatte 41:38min auf der Uhr und begann im Kopf mal zu überschlagen, dass es wohl Richtung 1:27-1:28 geht.

Raus aus Pörtschach und hin zu Km 13, meiner Hassstelle bei diesem Lauf – man kommt von unten am See, biegt links ab durch eine Unterführung der Bundesstraße um dann in ner Linkskurve auf selbige zu rennen. Diese Stelle bricht mir fast jedes Jahr mein Tempo, auch heuer war es wieder der langsamste Kilometer im Lauf. Glücklicherweise stand oben Edith vom Club 261 und feuerte mich an. KM 13-16 vergingen sehr schnell und wie geplant versuchte ich dann noch mal Tempo zu machen, aber ich merkte schnell, dass es heute wohl keinen Erfolg haben würde. In Krumpendorf ging es einmal durch den Kurpark und in der Ferne sah und hörte man schon das Ziel am Ostufer des Wörthersees. Ich wurde dann ab KM 18 doch noch ein bisschen schneller, der Körper will halt auch irgendwie unbewusst schnell aufhören zu laufen und so kam ich zum letzten Kilometer. Durch die Regendusche, beim Schweinchen-Brunnen vorbei und rein in die letzten 400m wo links und rechts die Zuschauer stehen. 2 Leute schrien noch meinen Namen aber ich war zu fokussiert auf das Ziel um mich hier nochmal umzusehen. Noch 200m, 150m, 100m und durch – ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es dann am Ende ein 1:28:44h war.Ich war dann damit zufrieden, hatte mein Minimalziel von Sub 1:30 erreicht und die Form passt mal soweit im Hinblick auf die Tour de Tirol. Ich holte mir bei Ziellabe ne ordentliche Portion der Verpflegung und marschierte mit meinem Kleiderbeutel direkt in das neben dem Ziel gelegene Strandbad denn die beste Belohnung ist hier wie jedes Jahr der Sprung in den kühlen Wörthersee…

Zum Sportlichen: Der Sieger Laban Korir aus Kenia benötigte heuer 1:01:52, Streckenrekordhalter Ronoh wurde nur 5.ter. Bei den Damen siegte Lisa Nemec aus Kroatien in 1:11:04, Deutschlands schnelleste Marathon Zwillinge Anna und Lisa von den Hahnertwins wurden 6.te und 7.te.Insgesamt beendeten 3054 Läufer den HM, die letzte Dame kam nach 3h21min ins Ziel. 1430 Läufer beendeten den Viertelmarathon, der Sieger aus Österreich war in 36:02min im Ziel

Ps: Ich verspreche,dass bis zum nächsten Beitrag nicht soviel Zeit vergeht

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11 x Marathon Finisher,Immer und überall Läufer. 2:57h Marathon PB. Läuft 2018 in Valencia, Berlin, Kopenhagen. Running the Six: Berlin,Boston,Chicago ✔ NYC,LDN,TKY to be done.

2 Responses

  1. Rehspeck
    | Antworten

    Da hast du dir für 2016 definitiv ein sehr schönes Rennen ausgesucht,dazu wirklich immer gut organisiert (Startsackerl,Transport zum Start) und das einzige,welches ich kenne,wo man 100m von der Ziellinie gleich in den See springen kann. Machst du dann noch Urlaub im schönen Kärnten,dort gibt es ja durchaus einige schöne Flecken 😉 ?!?

  2. Flo
    | Antworten

    Sehr schöner Rennbericht und da war meine Entscheidung 2016 dort auch mitzulaufen ja absolut richtig 😉 Scheint richtig toll zun sein am Wörthersee 😀

    Grüße

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