Eine Rückkehr zu meinen Wurzeln: Sportscheck HM 2015

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Der Sportscheck Halbmarathon wird in Berlin als DIE Generalprobe für den Berlin Marathon  bezeichnet, da er mit 5 Wochen vor dem Marathon einfach zum perfekten Zeitpunkt stattfindet. Hier gilt es die Form zu überprüfen und zu schauen ob das bisherige Training Früchte trägt.

Nach meinem Halbmarathon in Potsdam Anfang Juni, stand das Ziel für diesen Halbmarathon schnell fest. Die 1.50h sollte definitiv fallen. In Potsdam lief ich quasi ohne Training und überhaupt erst zum zweiten Mal die HM Distanz in diesem Jahr und finishte mit einer neuen Bestzeit knapp 2min unter meiner vorherigen. 1.53.06h galt es also zu unterbieten und im besten Falle natürlich auch die 1.50h. 2013 lief ich hier das erste Mal unter 2h und so waren die Erwartungen an mich selbst groß, mein Ziel zu erreichen.

Dass ich daran zweifelte muss ich natürlich nicht erwähnen. Beim Laufen ist mein Selbstbewusstsein echt im Keller und meine Güte 1.50h ist ziemlich schnell. Eine Pace von 5.11min/km muss man dafür über 21,1km halten *schluck*.

Kurz vor 7 wurde ich dann von meinem Wecker aus dem Schlaf gerissen, verspeiste schnell Toasts mit Nutella/Erdnussbutter und Nutella/Kokoscreme und suchte meine 7 Sachen zusammen. Leider gibt es bei dem Wettkampf keine Kleiderabgabe und so lies ich alles unnötige zu Hause und reiste nur mit meiner Fahrkarte an. Gestartet wurde in der Schloßstraße in Steglitz und es galt 2 Runden zu bewältigen. Man konnte allerdings auch nur ne 10.5km Distanz laufen.

Kurz vor dem Start traf ich dann noch meine Freundin Sam, mit der ich in Wien gelaufen bin. Nach einem letzten gegenseitigem Daumendrücken und einem verpasstem Startschuß gings dann auch schon los und ich flitzte davon.

Schon am Anfang merkte ich, dass ich viel zu schnell bin. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet einen gutern 5.05er Schnitt. Ich beschloss mich eher nicht zu bremsen sondern so weiterzulaufen und so flogen die ersten 10km völlig mühelos in einem für mich wahnsinnigen Schnitt von 05.05min/km vorbei.

Auch wenn echte Trailläufer jetzt lachen, muss man sagen, dass der Sportscheckkurs, nicht ganz flach ist und auf den ersten Kilometern zwei zwar leichte, aber relativ lange Anstiege hat. Die merkte ich dann auch in der zweiten Runde und wurde leider deutlich langsamer. Mit nem 5.15er Schnitt krochen die km dahin und km 17-19 waren gleich nochmal 10s langsamer.

Am Ende rettete ich dann eine 1:50:24h ins Ziel. Trotzdem gut 3min schneller als meine bisherige Bestzeit. Die 24s nagen allerdings schon etwas an mir. Aber nun ja, dann fallen die 1.50 hoffentlich im nächsten Frühjahr. Ich dachte ehrlich gesagt nie, dass ich mal so „schnell“ sein werde, daher bin ich damit schon echt zufrieden. Vor allem verglichen mit dem, wo ich noch im Frühjahr war ist das schon eine sehr ordentliche Steigerung:-)

Im Ziel erwartete mich dann Sam gleich nochmal und reichte mir schon das erste Getränk:-) So einen Service hatte ich noch nie bei einem Wettkampf. Vielen Dank auch nochmal dafür!

 

Wieso ich direkt danach gleich in den Bus nach Leipzig sprang erfahrt ihr dann im nächsten Bericht:-)

Folge Mietze:

Tierärztin

immerhungrige katzenverliebte fitnessverrückte Weltenbummlerin

3 Responses

  1. […] Meine Mitbewohnerin war mit von der Partie, bis auf den kleinen Unterschied, dass sie in Berlin nur die 10.5km lief, während ich Bestzeit über die Halbmarathondistanz anstrebte und auch erreichte? […]

  2. Markus
    | Antworten

    Glückwunsch zu der tollen Zeit!

    • Mietze
      | Antworten

      Danke:-) War auch echt stolz, nachdem der Ärger wegen der 24s verflogen war hihi

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