Flinke Pfoten vs Schleichkatze? Big 25

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Kaum hat das Jahr begonnen stand gefühlt auch schon der Big 25 vor der Tür…

Da ich erst seit ein paar Wochen wieder richtig trainiere, fehlte mir Zeit um die volle Distanz anzugehen. Erst wollte ich stattdessen einen schnellen 10er machen, aber da ich zur Zeit allem was mit schnell laufen (also so richtig schnell laufen) zu tun hat, sehr abgeneigt gegenüber stehe, entschied ich mich einen lockeren Halbmarathon draus zu machen.

Glücklicherweise bietet der Big 25 ja auch alle Optionen für den unentschlossenen Läufer, so dass ich völlig unkompliziert vom 25km Lauf auf die HM Distanz ummelden konnte. 2015 ist nun das dritte Jahr meiner Teilnahme und nun habe ich alle Distanzen abgehakt. 2013 startete ich Runners Knee geplagt nur beim 10km Lauf, 2014 dann bei der 25km Distanz und dieses Jahr eben über die 21,1km.

Halb 9 ging es gemeinsam mit ein paar Freundinnen zum Start und in der U-Bahn war hardcore Gruppenkuscheln angesagt. Noch vom Streik der Berliner S Bahn genervt, wollten alle 11.000 Läufer U-Bahn fahren… so kam es, dass wir erst in die zweite U-Bahn passten und etwas verspätet am Olympiastadion ankamen.

Es ging direkt zum Shooting für #boostberlin. Der #boostbus war wieder vor Ort und so mussten wir uns nicht bei der Kleiderabgabe drängeln sondern konnten einfach unsere Sachen dort lassen. Nach einem gemeinsamen Warmup sprinteten Michi und ich dann noch schnell aufs Klo um dann 5min vor 10 im Startblock zu stehen. Hier verlor ich Michi im Gewühl, traf aber die liebe Christin, mit der ich die letzten Minuten verbrachte.

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Den Startschuss verpassten wir irgendwie, aber glücklicherweise kriegt man es trotzdem mit, wenn sich 11.000 Läufer in Bewegung setzen:D

Die ersten Kilometer fielen mir super schwer. Ich dachte hier schon an den Marathon in München und an meinen “Das-nächste-Mal-steige-ich-aus-Schwur” zurück, denn so wollte ich nicht nochmal einen Wettkampf bestreiten. Ich hatte Seitenstiche oder undefinierbare Bauchschmerzen….im Training habe ich damit eigentlich nie zu kämpfen…

Als der Abzweig für die 10km Läufer nach 4km kam, hatte ich allerdings gerade einen guten Moment und entschied mich den halben in Angriff zu nehmen und nicht abzukürzen.

Kurz danach hatte ich den 2.15er Pacer vor mir und wollte bei ihm bleiben. Hier traf ich allerdings auch Walter, den Vater meiner Freundin Vanessa. Er zog mich bis wir wieder auf die 25km Läufer trafen. Hier flitzten dann auch Vanessa und ihr Freund vorbei und ich schöpfte neue Energie. Ich konnte etwas zulegen und lief von nun an mit einer Pace deutlich unter 6min/km. Die zweite Hälfte war streckentechnisch deutlich schwerer. Man wurde fast von der Strecke gepustet und als der “Berg” (denkt dran ich bin ein Berliner) in der Kantstraße erklommen werden wollte, rutschte meine Pace wieder merklich ab. Am Ende war ich froh als endlich das Olympiastadion in Sichtweite war. Von hier bis zur Ziellinie waren es dann nur noch 2km und der fulminante Einlauf ins Olympiastadion ist dank der gut gelaunten Sambaband in den Katakomben unvergesslich:-)

Hier wurde ich dann auch leicht emotional. Ich finishte schließlich gerade meinen ersten Wettkampf seit über 6 Monaten in einer für mich sehr respektablen Zeit von 2.07.59h…. heimlich angepeilt hatte ich eine 2.15h. Das ist sogar meine drittbeste Wettkampfzeit auf der HM Distanz:D Gekämpft habe ich aber schon und am Ende wurde auch deutlich dass mir die Grundlagenausdauer fehlt, obwohl ich, was relativ typisch für mich ist, einen negativen Split mit rund 3min Unterschied lief. (1. 10km: 61,51, 2.10km 58.36).

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So ging also meine erste 55km Woche dieses Jahr zu Ende. Anfang Juni steht der Schlößerlauf in Potsdam an, bei dem ich gerne unter 2h laufen würde. Mal schauen ob das möglich ist. Nächste Woche werde ich erstmal im schönen Österreich meine Kilometer abspulen und Ende Mai dann im Wien beim Frauenlauf starten:-)

 

 

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10 Responses

  1. […] vier Jahren in Folge 2013 (10k), 2014 (25k), 2015 (21k), 2016 (25k) hat der Big 25 nichts von seinem Reiz verloren und ich freue mich schon am […]

  2. Markus
    | Antworten

    Super gemacht nach dem Krampf vom Beginn! Und n negativen Split hätte ich auch gerne mal

    • Joshly
      | Antworten

      danke dir. Na ja negativer Split heist bei mir meist, erst nach der Hälfte entschieden Gas zu geben…Damit sind die Zeiten dann nie sonderlich gut.

  3. BIrki
    | Antworten

    Für das wenige Training vorweg eine super Zeit.
    Freu Dich doch einfach!

    PS Im letzten Jahr fand ich den Wind viel schlimmer beim BIG (also 25k).

    LG und auf bald!
    BIrki

    • Joshly
      | Antworten

      ich freu mich doch:D Bin sehr zufrieden mit der Zeit, halte es nur für fast nicht machbar in Potsdam sub 2 zu laufen, aber das is auch ok. Es dauert eben bis man wieder in Form ist und ich war schon lange weg vom Fenster.
      Bis Bald

  4. Julia
    | Antworten

    Herzlichen Glückwunsch! Und die zweite Hälfte deutlich schneller gelaufen als die erste! Die Grundlagenausdauer wird zurückkommen, und dann bist Du bald noch schneller! Ganz bestimmt! Viel Erfolg in Wien und Potsdam!

    • Joshly
      | Antworten

      Ich hoffe, noch ist ja etwas Zeit bis Berlin und das war heute schon ein großer Schritt in die richtige Richtung

  5. Laufwelt
    | Antworten

    Das ist doch eine super Zeit und ein guter Wiedereinstieg in die Wettkämpfe! Schön, dass wir uns kurz gesehen haben 🙂

    Alles Gute für die weiteren Wettkämpfe!

    • Joshly
      | Antworten

      das ist lieb von dir:-) Ja ich bin auch zufrieden mit der Zeit gerade im Hinblick darauf, dass ich nicht so viel trainiert habe auf der langen Distanz. Ich wünsch dir auch alles Gute

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