Berlin Marathon 2014

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Schon beim Laufen überlegte ich mir passende Titel für diesen Post. So schwirrten mir: “What doens’t kill you makes you stronger” und “Pain is temporary, Pride is forever” im Kopf rum…Irgendwie total klischeehaft.

Nun ja das Schöne zuerst:-) Ich habe meinen 2. Berlin Marathon zu Ende gebracht. Es war leider nicht wie erhofft total easy und mit Bestzeit, sondern ein ziemlicher Krampf, aber von vorn:

Um 5 klingelte der Wecker und ich sprang aus dem Bett….(ok erwischt…ich kroch eher!). Es gab Frühstueck (Banane und Wasser) und los gings.
Um 7 war ich am Brandenburger Tor und traf mich mit dem Lauftreff. Hier schossen wir das obligatorische Teamfoto! Außerdem aß ich hier noch 2 Milchbrötchen.
Durch einen glücklichen Umstand durfte ich nun doch in Block G starten…wusste aber leider gar nicht wann die 2. Welle losgeht (Vorher war ich in Block H und der gehört in die dritte Welle).
Als ich mich dann endlich ein 2. Mal durch die Kloschlange gekämpft hatte(sicher ist sicher), gab ich schnell meine Klamotten ab und flitzte zum Start…Mist schon die erste Energie total sinnlos verbraten!
Pünktlich zum Startschuss war ich dann auch da und flitzte nach gefühlten 2 min über die Startlinie…Block G war toll!!! Ich stand ganz hinten und es war alles frei. Man konnte rennen, rennen rennen und es war nicht zu vergleichen mit dem Start damals in Block H. Hat mir richtig gut gefallen.
Die ersten 10km waren völlig ereignislos..Ich lief relativ konstant leicht unter 6er Pace und war damit zumindest fuer 10km auf Erfolgskurs…
Danach bekam ich Seitenstiche…Keine Ahnung wieso… Na ja aber kein Problem, einfach kurz gehen und dann wird das wieder. Nur leider wurde es nicht. Ich hatte ungelogen jeden verdammten km Seitenstiche. Ich glaube ich bin fast keinen km mehr durchgelaufen und musste ständig gehen…
Das hat mir mental echt zu schaffen gemacht. Es war doch alles toll, das Wetter super (wenn auch etwas zu heiß für mich), ich war gut trainiert und hab mich gut gefühlt…
Nach verkrampften 5km in denen ich halbwegs probierte das Tempo zu halten, entschied ich mich für die andere Strategie. Berlin kann schließlich auch toll sein, wenn man nicht probiert auf Bestzeit zu laufen. Also begann ich eine Lauf-Walkstrategie. Immer wenn ich Seitenstiche bekam wurde gelaufen. Den HM hatte ich dann bei 2.15h.
Gefinished habe ich dann in 05.08h. Nun ja keine Glanzleistung aber glücklich bin ich trotzdem:-) Es war nämlich einfach ein total schöner Lauf. Die Stimmung war klasse und ich habe nur nette Läufer um mich rum gehabt. Irgendwer hat mich auf Spanisch dazu aufgefordert weiter zu laufen… (glaube ich 🙂 )
Alle an der Strecke haben mich und natuerlich auch alle anderen angefeuert. Sogar oft mit dem Vornamen. Das hat echt gut getan.
Was nicht aufgegangen ist, war meine Verpflegungsstrategie. Ich brauch definitiv unterwegs was. Im Training komm ich eigentlich immer ohne zurecht, aber schon nach den ersten 10km hatte ich son Kohldampf. Leider hatte ich nichts dabei und wollte mich nur auf der Strecke verpflegen lassen, also Powerbar Gel bei km 28 und Äpfel auf der Strecke…
Am Straußberger Platz hab ich Manu getroffen und ihr schon mein Leid geklagt, dass es heute wohl nix wird.
Bei km 17? traf ich Gott sei Dank die Flitzpiepen, die mich voll verpflegten mit Apfelschorle, Riegel und Energieshots. Ich inhalierte alles und schlich weiter. Vielen Dank übrigens dafür!!!
Bei km 19 wartete dann die Julia auf mich, endlich wieder ein bekanntes Gesicht:-)
Dann bei 24,5 wartete meine Freundin Katrin und etwas später dann Tina und Steffi:-)
ca km 25
Am wilden Eber gabs ja dann die Gels von Powerbar. Aber kein Witz, ich hab die Dinger echt nicht aufbekommen…Leider hatte ich auch keine Schere dabei und so flogen die in die nächste Tonne….
Bei km 34,5 war dann der Versorgungspunkt meines Lauftreffs. Hier entstand folgendes Foto:
Ab km 32 haben mich meine Schwiegereltern begleitet und mich auch kurz vorm Potsdamer Platz und Ziel angefeuert. Hinterher haben wir noch zusammen ne Brezel und nen Froyo verdrückt.
kurz vorm Potsdamer Platz?

 

Zielgerade
Überraschenderweise gehts mir grad sehr gut. Ich fühl mich wie nach nem langen Trainingslauf und komm auch noch gut alle Treppen rauf und runter. Da haben die anderen Marathonis vielleicht geschaut, als ich einfach runtergegangen bin und die meisten es kaum rückwärts geschafft haben:D
Auch emotional gehts mir ganz gut. Klar wollte ich Bestzeit laufen, aber manchmal wirds eben nix und das muss man dann auch akzeptieren.
2. Marathon gefinished:-)
Folge Mietze:

Tierärztin

immerhungrige katzenverliebte fitnessverrückte Weltenbummlerin

5 Responses

  1. Beauty Runner
    | Antworten

    Herzlichen Glückwunsch zu deinem 2. Marathon! Du hast nicht aufgegeben und trotz allem den Marathon gefinisht, darauf kannst du echt stolz sein :-))) Manchmal läuft es eben nicht so wie man will und daher finde ich deine Einstellung super. Du bist positiv und glücklich und genau so soll man sich nach einem Marathon fühlen 🙂 LG

  2. Markus
    | Antworten

    Glückwunsch zu dem Finish!
    Es gibt eben Tage da läuft es nicht so gut, aber das zu akzeptieren gehört auch dazu!

  3. Andreas
    | Antworten

    Glückwunsch! Es gibt solche und solche Tage – mal sehen, was für einen ich in Frankfurt erwische 😉

  4. Laufwelt
    | Antworten

    Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Marathon! Zeit ist doch egal – Finish zählt!

  5. Anonym
    | Antworten

    Glückwunsch zum Finish in Berlin!
    Zwei Dinge solltest du in München aber nicht erwarten, zum einen eine vergleichbare Stimmung wie die in Berlin und mit nur zwei Wochen Regenration eine neue Bestzeit.

    Ich spreche da aus Erfahrung! 😉

    Grüße und viel Spaß in Minga vom Ex-Hübianer und Exil-Berliner LePalmier.

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